Hakomi
15. März 2007 - Naturheilkunde News
Hakomi ist eine tiefenpsychologisch fundierte, körper- und erfahrungsorientierte Psychotherapiemethode, die in den 1970er Jahren von Ron Kurtz entwickelt wurde. Das Wort „Hakomi“ ist ein Wort, das in der Sprache der Hopi-Indianer „Der, der du bist“ oder in Frageform „Wer bist du?“ bedeutet, hat aber inhaltlich keinen weiteren Bezug zur Methode.
In der Hakomi-Methode geht es um die Wiederentdeckung des Selbst als Erweiterung der körperzentrierten Psychotherapie. Es geht darum, die Beziehungen zu den verschiedensten Aspekten des Lebens und der Umwelt in Beziehung zu setzen. Des Weiteren ist Hakomi durch die buddhistischen und taoistischen Prinzipien der Inneren Achtsamkeit und Gewaltlosigkeit geprägt worden. Der Therapeut hilft dem Patienten, seine innere Welt zu beobachten, um mit dem Geist, dem wesentlichen der Existenz, (wieder) in Kontakt zu kommen. Es geht weniger um einen beziehungsmäßigen Austausch zwischen Therapeut und Klient. Nicht ausschließlich das Gespräch über die Vergangenheit ist Inhalt der Behandlung, sondern die Informationen des Körpers werden beachtet, um an die Erinnerungen und Kontakte zu gelangen, die für die Gegenwart wichtig sind.
Hakomi betrachtet infolgedessen die Innere Achtsamkeit als wichtigstes Merkmal. Die Information, d.h. wie wir uns als Ganzes in Verhalten, Gefühlen, Erinnerungen und Sichtweisen organisieren, beeinflusst den Energiefluss. Konzepte und Überzeugungen des Menschen werden in der Hakomi-Therapie reorganisiert. Unbewusste, automatische Steuerungsprozesse werden allmählich auch durch körperliche Eingriffe des Therapeuten ins Bewusstsein geholt. Im Verlauf der Therapie kann der Klient sich selbst neu organisieren, um mit seiner Welt in einen veränderten Kontakt zu kommen. Die Hakomie-Therapie kann für die bessere Bewältigung von Alltagsproblemen, von beruflichen oder Beziehungsschwierigkeiten oder bei akuten Krisen helfen.
