Chiropraktik
04. April 2007 - Naturheilkunde News
Die Ursprünge der chiropraktischen Behandlungsmethode liegen im alten Ägypten und im antiken Griechenland vor mehr als 2000 Jahren. Die moderne Chiropraktik geht zurück auf den Amerikaner Daniel David Palmer, der bereits 1895 ihre Grundlagen festgelegt hat.
Der Begriff “Chiropraktik” stammt aus dem Griechischen und bedeutet, mit den Händen ausführen. Dies beschreibt auch gleich die wichtigste Tätigkeit des Chiropraktikers: Die manuelle Behandlung funktioneller Gelenkbeschwerden. Besonders bei Schmerzen im Bereich der Wirbelsäule, die auf funktionellen Störungen der Gelenke im Zwischenwirbelbereich beruhen, kann eine chiropraktische Therapie hilfreich sein. Beispielsweise können Blockierungen des Gelenkspiels auftreten, die zu Irritationen des Nervensystems führen. Die Folge davon können Kopfschmerzen, Ischiasbeschwerden, Brust- oder Magenschmerzen sein. Diese Gelenkblockierungen kann der Chiropraktiker meist lösen.
Neben der Behandlung von Schmerzen im Rückenbereich kann die chiropraktische Methode auch einen positiven Einfluss auf schmerzhafte und eingeschränkte Funktionen im Muskel- und Sehnenbereich haben.
Ziel der Chiropraktik ist, die Funktionsfähigkeit und das Zusammenspiel von Gelenken und Muskulatur zu normalisieren und dabei Schmerzen zu lindern oder bestenfalls zu beseitigen.
McTimoney- & McTimoney-Corley-Chiropraktik:
Diese Varianten der Chiropraktik wurden im 20. Jahrhundert von den zwei britischen Chiropraktikern John McTimoney und Hugh Corley entwickelt. Ihrer Theorie zufolge sollte der Körper bei jeder Therapiesitzung mit sanften, relativ einfachen Techniken vollständig ausgerichtet werden.
Der Therapeut untersucht die Knochen an Wirbelsäule, Schädel, Brustkorb, Becken und Extremitäten und richtet sie vorsichtig neu aus, um mögliche Haltungsfehler zu beseitigen, die die Nervenbahnen des Körpers beeinträchtigen könnten. Die Therapeuten sind der Ansicht, dass eine Fehlstellung des Skeletts die Hauptursache für Krankheit und Schmerzen ist.
Bei beiden Behandlungsvarianten sind Genauigkeit und Schnelligkeit Voraussetzung. Das Gelenk wird mit einem schnellen Druck, der sofort wieder gelöst wird, eingerenkt. Dabei bedient man sich der Elastizität von Sehnen und Bändern, um Knochen in ihre korrekte Position „zurückzuhebeln“ bzw. zurück schwingen zu lassen. Diese Chiropraktiker benutzen auch eine sanfte Fingerspitzentechnik, eine leichte Form der Wirbelmanipulation. Meist werden zwei bis sechs Behandlungen pro Woche empfohlen.
Diese Art der Chiropraktik wird vor allem bei Problemen der Skelettmuskulatur, eingeklemmten Nerven, Sportverletzungen, Kopfschmerzen, körperlichen Behinderungen und emotionalen Problemen angewandt.
