Schamanismus

Der Schamanismus ist das älteste bekannte Heilungssystem der Menschheit. Im Schamanismus stecken die Erfahrungen vieler Generationen, die Heilkräfte der Natur, die Ur-Elemente Erde, Wasser, Luft und Feuer ebenso wie die Kräfte der Pflanzen, Tiere und Steinen wahrzunehmen, zu steuern und zum Wohl der Menschen einzusetzen.

Schamanismus entstand aus der Erfahrung, dass Krankheit immer eine Disharmonie zwischen Mensch, Natur und Kosmos ist. Der Schamane/die Schamanin versucht als Träger spiritueller Kräfte wieder ein Gleichgewicht herzustellen.

Das Wort Schamanismus kommt aus dem Sibirischen und bedeutet übersetzt: mit Hitze und Feuer arbeiten. Symbolisch auf den Menschen bezogen bedeutet dies: jemand, der Energie umwandelt. Feuer ist nicht nur eine Kraft, sondern auch Energie. Für die sibirischen Schamanen ist das Feuer die größte Kraft der Transformation. Und da den Schamanen die Fähigkeit der Umwandlung auch zugeschrieben wird, entstand diese Bezeichnung. Sogar die Weltgesundheitsorganisation bescheinigte dem Schamanismus 1980 in der Behandlung psychosomatischer Erkrankungen die gleiche Bedeutung wie der westlichen Medizin.

Ein Besuch beim Schamanen kann keine fachspezifische ärztliche Betreuung ersetzen. Aber Schamanismus ermöglicht, Selbstheilungsprozesse zu aktivieren, die sich auf einer höheren – spirituellen – Ebene abspielen und sich weitergreifend in der Psyche und dem Körpergefühl des Patienten äußern. Aufgrund der effektiven Heilerfolge interessieren sich immer mehr Menschen, die in heilenden Berufen tätig sind, für den Schamanismus und integrieren ihre Erfahrungen damit in ihre Arbeit.

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