Ein gutes Glas Wein ist ein wahrer Genuss – egal ob zum Essen oder abends zum Entspannen auf der Couch. Aber ist Wein nicht nur ein Genuss- sondern auch ein Arzneimittel? Tatsächlich wussten bereits die alten Römer über die vielseitigen gesundheitlichen Vorzüge des Getränks und nutzten es als Heilmittel und Sedativum. Die moderne Medizin wehrte sich lange Zeit gegen diese Einschätzung von Wein als Arzneimittel, allerdings gelten nach aktuellem Forschungsstand die positiven Eigenschaften von Wein als erwiesen. Doch bevor Sie gleich ein paar Flaschen Wein kaufen wollen, empfehlen wir Ihnen, unseren Artikel bis zum Ende durchzulesen…

Die bereits erwähnten positiven Eigenschaften des Weins ergeben sich aus den so genannten Phenolen, welche besonders in den Schalen von Rotweintrauben in hochkonzentrierter Form vorliegen. Phenole sind Abwehrstoffe, die die Pflanze gegen Schädlinge und Umwelteinflüsse schützen und auch für Menschen vielseitige medizinische Vorzüge haben. So schützen Sie unter anderem vor Herz-Kreislauf Erkrankungen, Darmerkrankungen und Umweltgiften.

Das wichtigste unter den Phenolen ist das so genannte Resiveratrol, welches das Interesse der Wissenschaft bezüglich seiner anticancerogenen, also krebshemmenden Wirkung geweckt hat. Dieser Wirkstoff ist ein effektives Antioxidans und hemmt die Entstehung von freien Radikalen, welche verantwortlich für Tumorzellen im menschlichen Körper sind. Forscher der Universität Ulm untersuchen bereits die Einsatzmöglichkeiten von Resiveratrol als Unterstützung zur Chemotherapie bei Krebspatienten.

Noch dazu sprechen Forscher dem Resiveratrol eine lebensverlängernde Wirkung zu. Es aktiviert spezielle Gene im menschlichen Körper, die lebenserhaltende und zellreparierende Funktionen steuern. Normalerweise werden diese Gene nur aktiviert, wenn dem menschlichen Körper die Zufuhr von Kalorien reduziert wird. Jeder der bereits eine Diät probiert hat wird allerdings bestätigen können, dass dies auf Dauer nicht möglich ist. Umso erstaunlicher daher der aktivierende Effekt des Resiveratrol auf dieses „Anti-Aging Gen“, der in einer Studie der Universität Harvard an Ratten nachgewiesen werden konnte.

Allerdings kann die Konzentration an Phenolen und speziell dem Resiveratrol im Wein sehr stark schwanken und hängt sehr von der verwendeten Rebsorte, dem Anbaugebiet sowie dem vorherrschenden Klima ab. Generell gilt, dass Rotweine einen höheren Phenol-Anteil als Weißweine haben. Die höchste Phenol-Konzentration konnte in Weinen der italienischen Insel Sardinien festgestellt werden. Auch Weine aus dem Anbaugebiet Bordeaux, wie etwa Merlot und Cabernet Sauvignon, verfügen über einen hohen Anteil an dem Wirkstoff.
Interessanterweise herrscht bei Anwohnern dieser Regionen auch eine besonders hohe Lebenserwartung.

Wein ist also nicht nur ein Genussmittel, sondern hat auch vielfältige medizinische Qualitäten. Aber Vorsicht! Diese Vorzüge entfalten sich nur bei einem moderaten Konsum des edlen Tropfens. Ärzte empfehlen eine Obergrenze von 2 Gläsern täglich, wobei diese Grenze bei Männern etwas höher liegt als bei Frauen. Bei übermäßigem Konsum können sich die positiven Eigenschaften ins negative Verkehren und Nebenwirkungen
wie Vitaminmangel, Hormonstörungen oder gar eine Abhängigkeit und körperliche Sucht eintreten. Das Credo lautet also: In Maßen genießen – nicht in Massen.

3 Responses to “Wein – ein natürliches Arzneimittel?”

  1. […] Wein – ein natürliches Arzneimittel?Naturheilkunde-NewsEin gutes Glas Wein ist ein wahrer Genuss – egal ob zum Essen oder abends zum Entspannen auf der Couch. Aber ist Wein nicht nur ein Genuss- sondern auch ein Arzneimittel? Tatsächlich wussten bereits die alten Römer über die vielseitigen … […]

  2. on 21 Nov 2012 at 12:11Timo

    Wird das ganze denn von Studien unterstützt?

  3. on 22 Nov 2012 at 12:17Leo

    Und was in aller Welt ist Resiveratrol???
    http://de.wikipedia.org/wiki/Resveratrol

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