Kalium Bichromicum

Bei Kalium Bichromicum handelt es sich um doppeltchromsaures Kalium, welches auch unter den chemischen Bezeichnungen Kaliumdichromat und Kaliumbichromat bekannt ist. Die chemische Formel für Kaliumbichromat lautet K2Cr2O7 und kennzeichnet das Kaliumsalz der in freier Form instabilen Dichromsäure.

Kalium Bichromicum ist ein körpereigenes mineralisches Salz, welches in der Leber vorkommt. Hieraus erklärt sich auch der Bezug des Mittels zum Fettstoffwechsel, denn es unterstützt die Leber bei der Regulierung der Cholesterin-Produktion. Überdies wird es auch als Mittel der Blutgefäße bezeichnet und wirkt Ablagerungen an den Wänden der Blutgefäße entgegen. Seine vielfältige positive Wirkung im Körper qualifiziert das Kalium Bichromicum als natürliches Heilmittel in der Alternativmedizin.

Zum einen gehört es zu den fünfzehn Ergänzungsmitteln, welche Dieter Schöpwinkel entdeckte und den ursprünglich von Dr. Wilhelm Heinrich Schüßler angewandten zwölf Funktionsmitteln auf der Liste der Schüssler Salze, hinzufügte. Als biochemisches Mittel Nummer 27 wird es in der typischen Potenz D12 angewendet. Schüsslers Heilerfolge mit biochemischen Funktionsmitteln beruhten auf der Erkenntnis dass \“die im Blute und in den Geweben vertretenen anorganischen Stoffe zur Heilung aller Krankheiten genügen, welche überhaupt heilbar sind\“. Das Ergänzungsmittel Kalium Bichromicum wird angewandt gegen Arteriosklerose, einen erhöhten Cholesterinspiegel, beim Kampf gegen zuviel Körperfett zur Gewichtsreduktion und zur begleitenden Behandlung gegen Diabetes. Schüssler Salze werden in Form von Tabletten angeboten. Bei der Einnahme ist zu beachten, dass die biochemischen Mittel über den Kontakt mit den Schleimhäuten wirken. Sie sollten darum im Mund zergehen und nicht geschluckt werden, denn dabei würden sie von der Magensäure in ihrer Wirkung neutralisiert.

Zum anderen entdeckten es auch die Verfechter der Lehren Hahnemanns und ordneten es den Homöopathischen Mitteln zu, welche in der Materia Medica aufgeführt werden. Da die klassische Homöopathie auf dem Grundsatz \“Similia similibus curentur\“ – Ähnliches werde durch Ähnliches geheilt –  beruht, gilt hier das Prinzip des Konstitutionstyps, denn Homöopathie ist keine reine Symptombehandlung. Kalium Bichromicum passt zu Menschen, die sehr strukturiert sind. Ihr Charakter kann als konservativ bezeichnet werden, denn sie verlassen sich gerne auf Bewährtes, sind bodenständig und ordnungsliebend und scheuen das Risiko Neuerungen auszuprobieren.

Kalium Bichromicum findet in den am häufigsten verwendeten Potenzen D6 bis D12 seinen Bezug zu chronischen Entzündungen der oberen Luftwege, welche mit gelblichem, klebrigem und zähflüssigem Sekret einhergehen, wie Nasennebenhöhlen-, Stirnhöhlen und Mittelöhrentzündungen. Eine besondere Affinität von Kalium Bichromicum besteht zu den Schleimhäuten des Magens, des Darms und der Atemwege, zum Bewegungsapparat, insbesondere den Knochen und dem Bindegewebe. Mitbetroffen sind meist auch die Leber, die Niere und das Herz. Als Modalitätensymptome gelten, dass eine Verbesserung des Leidens durch Wärme erzielt wird, wohingegen der Genuss von Bier und das Ausziehen der Kleidung zur Verschlechterung des Befindens beitragen und es den Patienten generell am Morgen schlechter geht und die Schmerzen zu wandern scheinen. Bekannt als Antidot ist sowohl Arsenicum Album, als auch Lachesis.

Homöopathische Mittel gibt es als Milchzuckerstreukügelchen, den Globuli oder Milchzuckertabletten, welche mit dem potenzierten homöopathischen Wirkstoff besprüht wurden, in Pulverform, als sogenannte Verreibung oder Trituration und als Tropfen aus einer alkoholischen Lösung, der Dilution. Als Grundsatz gilt, dass nicht nur die richtige Wahl des passenden Mittels über den Heilerfolg entscheidet, sondern auch die der richtigen Potenzierung durch Dynamisation.

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