Zu welchem Wärmetyp gehören Sie? Haben Sie des Öfteren noch kalt, auch wenn draußen über 20 °C auf dem Thermometer angezeigt werden oder fühlen Sie sich da schon überhitzt und wollen sich nur noch in den Schatten setzen?

Diese ungleichmäßigen Temperaturwahrnehmungen unseres Organismus können auch von unserer Ernährung beeinflusst werden, und zwar im positiven als auch im negativen Sinn, was heißt, dass wir entweder zu oft frösteln oder sehr schnell ins Schwitzen kommen, je nach Veranlagung.

Es gibt Lebensmittel, die die Eigenschaft haben, unseren Körper zu kühlen, während andere ihn erwärmen. Daher hat die asiatische Medizin Lebensmitteln nach ihren thermischen Wirkungsweisen eingeordnet. Je nach Wärmetyp und nach Jahreszeit sollten Sie dementsprechend bestimmte Lebensmittel zu sich nehmen und andere meiden.

Nach der asiatischen Einteilungsweise sind vor allem Nahrungsmittel, die viel Yin enthalten, kühlend, während die Lebensmittel mit viel Yang den Körper wärmen. Je mehr wir von der einen oder anderen Kraft über das Essen zu uns nehmen, desto stärker kommt die thermische Wirkung zum Ausdruck.

Vor allem sollten Sie täglich wärmende Lebensmittel auf Ihren Speiseplan setzen, denn diese verleihen unserem Körper und unserer Lebensenergie Dynamik. Doch ein allzu viel kann wiederum die Körpersäfte austrocknen. Daher ist es besonders günstig, neutrale Lebensmittel zu verzehren.

Ein ebenfalls wichtiges Gebot dieser fernöstlichen Lehre ist es, hauptsächlich saisonale und regionale Produkte zu essen. Ein Beispiel sei hierzu genannt: Im Winter verzehren wir sehr häufig Orangen, weil diese in der kalten Jahreszeit in den Supermärkten in großen Mengen angeboten werden und natürlich als gesund gelten, weil sie viel Vitamin C enthalten. Allerdings haben diese Zitrusfrüchte eine kühlende Wirkung, wodurch unser Organismus anfälliger für Erkältungskrankheiten wird. Außerdem leitet die Säure im Orangensaft  die Kälte an der Körperoberfläche in unser Körperinneres. Dieser Effekt kann großen Schaden anrichten und ist nur schwer wieder zu beseitigen. Aus diesem Grund sollten wir am Beginn einer Erkältung Früchte aus dem Süden, Tomaten und auch Früchtetees  – also allzu Säurehaltiges – vermeiden.

Die umgekehrte Wirkung löst scharf gewürztes Grillfleisch im Sommer aus. In Verbindung mit Alkohol übertemperiert es unseren ohnehin schon stark erwärmten Organismus an heißen Sommertagen.

Nach den fernöstlichen Ernährungstipps sollte unsere tägliche Ernährung sich folgendermaßen zusammensetzen: 50 bis 60 Prozent sollte aus Getreide bestehen, 30 bis 40 Prozent aus gekochtem Gemüse, 5 Prozent Fleisch oder Fisch und 5 Prozent aus Rohkost und Obst. Diese Empfehlungen unterscheiden sich hierin auffallend von den westlichen Ernährungsvorstellungen, wo deutlich mehr Wert auf die Zufuhr von Vitaminen gelegt wird, während die fernöstliche Lehre den Schwerpunkt auf leichtverdauliche und nährende Speisen legt. Sie selbst sollten ganz einfach ausprobieren, was Ihnen besser bekommt, die asiatische Empfehlung oder die westeuropäische.

Da nach chinesischer Lehre die Verdauungsorgane morgens am besten arbeiten, sollte man dem Körper ein warmes Frühstück zuführen, beispielsweise ein warmer Getreidebrei mit gedünsteten Früchten und Nüssen. Dadurch werden die Heißhungerattacken nach Süßigkeiten am frühen Nachmittag deutlich reduziert. Bauen Sie in Ihren Speiseplan über den Tag verteilt alle Geschmacksrichtungen ein, von süß, salzig über sauer und bitter bis hin zu scharf.

Beachten Sie bei dieser Ernährungsweise auch Ihre eigene Grundkonstitution. Sind Sie eher „hitzig“ veranlagt, dann sind kühlende Speisen wie Joghurt und Rohkost für Sie geeignet, während Knoblauch, Rotwein, gegrilltes Fleisch oder Bratkartoffeln Sie übertemperieren. Dieses Essen ist dann wieder für die „fröstelnden“ Zeitgenossen passend.

Nach dieser Ernährungslehre sollten Sie auch Fast Food, Konserven, Mikrowellennahrung und Tiefkühlkost vermeiden, da diese energiearm ist und den Verdauungstrakt schwächt. Entscheidend ist, gesundes Essen regelmäßig zu sich zu nehmen und nicht nur am Wochenende, wenn die meisten Menschen Zeit zum Selbstkochen haben. Denn nur so wird der Organismus auf Dauer gestärkt und Sie beugen chronischen Erkrankungen und Mangelerscheinungen vor.

2 Responses to “Wie Sie mit der richtigen Ernährung Ihren inneren Temperaturregler beeinflussen können”

  1. […] Es gibt Lebensmittel, die die Eigenschaft haben, unseren Körper zu kühlen, während andere ihn erwärmen. Daher hat die asiatische Medizin Lebensmitteln nach ihren thermischen Wirkungsweisen eingeordnet. Je nach Wärmetyp und nach Jahreszeit sollten Sie dementsprechend bestimmte Lebensmittel zu sich nehmen und andere meiden. Nach der asiatischen Einteilungsweise sind vor allem Nahrungsmittel, die viel Yin enthalten, kühlend, während die Lebensmittel mit viel Yang den Körper wärmen. Je mehr wir von der einen oder anderen Kraft über das Essen zu uns nehmen, desto stärker kommt die thermische Wirkung zum Ausdruck > www.naturheilkunde-news.de […]

  2. on 01 Mai 2013 at 09:53gisela Liedtke

    ja war für mich interessant, aber ich hätte gern gewußt welche Lebensmittel kühlend und welche Wärmend sind, da ich ein sehr kühler Typ bin.

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