Blutegeltherapie bei Arthrose

Gelenkverschleiß ist eine Folge von Alterungsprozessen im Körper oder den Nachwirkungen von Sportverletzungen. Über dieses Maß hinausgehende Abnutzungserscheinungen, verursacht etwa durch Überlastung, Fehlstellungen oder Deformierungen der Gelenke, werden als Arthrose bezeichnet. Sie kann aus anderen Erkrankungen entstehen, beispielsweise der Arthritis oder mit Entzündungsreaktionen einhergehen.

Betroffene leiden unter Schmerzen, die jede Bewegung zur Qual werden lassen. Gerade in der Anlaufphase treten sie massiv auf. Entsprechend werden jegliche Arten von Belastungen vermieden, was wiederum zu einer Verschlechterung des Krankheitsbildes führt. Zur Vermeidung der Schmerzwahrnehmung werden Schmerzmittel angewandt, die mit Risiken und Nebenwirkungen verbunden sind.

Alternativ hat sich sowohl bei Arthritis als auch bei Arthrose der Einsatz der Blutegeltherapie bewährt. Der Speichel des Medizinischen Blutegels (hirudo medicinalis) enthält entzündungshemmende und schmerzlindernde Substanzen, die den lokalen Schmerz relativ auszuschalten vermögen. Zudem blockieren Kollagenase und Apyrase bestimmte Stoffwechselprozesse, die das Voranschreiten der Erkrankung aufhalten. Nach Studien der Universität Duisburg-Essen berichten ungefähr 80 Prozent der Behandelten von einer deutlichen Verbesserung bereits nach nur einer Anwendung.

Dabei werden die Blutegel direkt auf die betroffenen Stellen aufgesetzt. Vor dem Biss sondern sie eine schmerzlindernde Substanz ab, die das Aufreißen der Haut kaum spüren lassen. Während des Saugvorganges, der bis zu einer Stunde andauern kann, verfünffacht sich das Körpergewicht des Blutegels. Ist er satt, fällt er ab. Aufgrund des im Speichel enthaltenen Hirudins kommt es zu einer starken Hemmung der Blutgerinnung. Dies hat ein Nachbluten von bis zu acht Stunden zur Folge, in der das Lymphsystem schädliche Stoffe schnell abtransportieren kann. Mit entsprechendem Verbandsmaterial ist das allerdings kein Problem.

One Response to “Blutegeltherapie bei Arthrose”

  1. on 27 Apr 2011 at 17:25Peter

    Hüftgelenkarthrose ist sehr schmerzhaft. Um dies optimal behandeln zu können sollte jeder Patient so schnell wie möglich einen erfahrenen Facharzt aufsuchen. Nur ein erfahrener Mediziner ist in der Lage eine richtige Diagnose zu stellen und die richtige Behandlung einzuleiten. Nicht immer ist es gleich notwendig ein künstliches Hüftgelenk durch eine Operation zu implaniteren. Die Blutegeltherapie ist in vielen Fällen durchaus erfolgreich und auch empfehlenswert.

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