Bei Homöopathie scheiden sich die Geister. Die einen schwören auf homöopathische Mittel und deren Heilkraft, andere stehen ihr ablehnend gegenüber. Allerdings ist zu beobachten, dass diese Heilmethode immer beliebter und auch von Schulmedizinern vermehrt angewandt wird.

Doch was steckt genau hinter der Homöopathie?

Vor gut 200 Jahren erfand der deutsche Arzt Samuel Hahnemann aus Meißen sozusagen die Heilmethode der Homöopathie. Er stellte fest, dass Stoffe, die bei gesunden Menschen bestimmte Symptome hervorrufen, in potenzierter (hochverdünnter) Form bei Kranken dieselben Symptome verschwinden lassen können. Auf dieser Entdeckung basierte sein Grundsatz, dass man  Ähnliches mit Ähnlichem heilen könne.

Hahnemann gelang es, Typhus- und Cholerapatienten zu heilen, was zu einer Verbreitung seiner Heilkunst führte. Heute wird sie in über 80 Ländern erfolgreich praktiziert. In Indien hat die Homöopathie sogar den gleichen Status erlangt wie die Schulmedizin.

Ein Homöopath kann bei seiner Therapie aus über 1.200 Substanzen wählen. Diese werden nach genau definierten Regeln schrittweise immer weiter verdünnt und verrieben. Je höher die Verdünnung, desto höher auch die sogenannte Potenz. Es gibt sogar Verdünnungen von C30 bis zu C10.000 und noch höher. Die homöopathischen Substanzen gibt  es in Tablettenform, als kleine Kügelchen (die sogenannten Globuli) und als Tropfen. Die Arzneien werden aus Pflanzen sowie aus tierischen und mineralischen Stoffen gewonnen.

Im Gegensatz zur Schulmedizin behandelt die Homöopathie nicht einzelne Krankheitssymptome, sondern die Ursache dieser Symptome. Eine homöopathische Substanz soll daher auch die Krankheit nicht unterdrücken, sondern am Anfang der Behandlungsphase sogar leicht verstärken, um die Regenerationskräfte des Körpers zu fördern und zu stärken. Daher können sich zu Beginn der Therapie die Beschwerden mehr oder weniger verschlimmern.

Große Heilerfolge trotz schwammiger Studienlage

Dennoch hat die Heilmethode auch zahlreiche Gegner, denn in den hoch potenzierten Mitteln sind die Wirkstoffe wissenschaftlich nicht mehr nachweisbar. So sprechen Wissenschaftler von einem Placebo-Effekt bei den homöopathischen Arzneien, also von Scheinmedikamenten.

Doch auch die Kritiker können den Erfolg der Homöopathie nicht bestreiten. Immer mehr Ärzte wenden die alte Heilmethode an und mittlerweile bezahlen auch einige gesetzliche Kassen homöopathische Leistungen.

Wer eine homöopathische Behandlung wünscht, der sollte sich allerdings vorab informieren, ob seine GKV diese Therapie bezahlen wird. Dagegen zahlen verschiedene Versicherungen für Naturheilkunde bis zu 100 Prozent aller Aufwendungen für naturheilkundliche Therapien.

One Response to “Homöopathie – Erfolgreiche Heilmethode oder wirkungslos?”

  1. on 01 Nov 2011 at 07:04Schüssler Salze zum Abnehmen

    Schönen Dank für diesen schönen Artikel. Zwar ist dieser Post schoon ein paar Tage alt, dafür aber immer noch sehr aktuell. Ich hoffe, dass noch mehr solche Post gepostet werden

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