Die Feige (lateinisch: Ficus carica), eine der ältesten Nutzpflanzen in der menschlichen Geschichte, wächst vor allem im Gebiet des Mittelmeeres und des Nahen Ostens, wo sie auch in der volkskundlichen Medizin eingesetzt wird.

Die größten Anbaugebiete der Frucht befinden sich in der Türkei, im Iran und in Griechenland. Nach Deutschland gelangte die Feige wohl durch die Römer und es existieren auch kleinere Anbauflächen in der Pfalz und im Dresdner Elbtal.

Die Feigenfrucht selbst entwickelt sich nach ungefähr fünf Monaten Reife zu einer birnenförmigen Frucht, deren Fleisch sich im Fruchtinnern aus unzähligen kleinen Kernen zusammensetzt und von rötlicher Farbe ist. Die ausgereiften Früchte enthalten neben einem hohen Wasseranteil und Ballaststoffen die Mineralien Kalzium, Phosphor, Eisen und Vitamin B1, das wir besonders für unser Nervensystem brauchen.

Durch ihren hohen Ballaststoffanteil fördern sie die Verdauung und wirken Verstopfung entgegen, auch vor allem in gedörrter Form. Allerdings sollte man auf den Verzehr von getrockneten Feigen genügend trinken, damit die Früchte im Darm aufquellen und so ihre verdauungsfördernde Eigenschaft entfalten können. Ansonsten verschlimmern sie eher die Verstopfung.

Aus den Stielen der Feigenblätter wird in der naturheilkundlichen Volksmedizin Saft gewonnen und bei entzündlichen Hautausschlägen angewandt. Dabei wird der Saft mehrmals täglich auf die betroffenen Hautpartien gestrichen. In unseren Breitengraden an ausgepressten Saft von den Stielen der Feigenblätter zu gelangen, ist kaum möglich, weil es diesen Saft im Handel nicht gibt. Es sei denn, man hat einen Feigenbaum in seinem Garten. Dann kann man diesen Extrakt selbst herstellen.

Es wurde auch schon erwähnt, dass Feigen angeblich Krebs heilen können. Diesen Aussagen sollte man aber mit Vorsicht begegnen, denn fundierte wissenschaftliche Ergebnisse liegen noch nicht vor.

Comments are closed.

Impressum
Nutzungsbedingungen