Natur-News kurz und kompakt

Schwangere sollten keine Lakritze essen
Während der Schwangerschaft sollten Frauen auf den Verzehr von Lakritze verzichten, so der Berufsverband der Frauenärzte. Denn Lakritze kann den Cortisol-Pegel des noch ungeborenen Kindes deutlich erhöhen, und das sogar bis zum dreifachen des Normalwertes. Schon ein Gramm Lakritze wöchentlich reicht dabei aus, diesen Wert deutlich in die Höhe zu treiben.

Cortisol ist ein Stresshormon der Nebennierenrinde und hat einen starken Einfluss auf unseren Organismus. Ebenso steht Cortisol im Zusammenhang mit der Entstehung von Übergewichtigkeit und von Diabetes.
Wahrscheinlich verursacht der Süßholzwurzel-Inhaltsstoff Glycyrrhizin eine erhöhte Durchlässigkeit der Plazenta für dieses Stresshormon, sodass das Kind davon negativ beeinflusst wird und später unter Verhaltensauffälligkeiten und Konzentrationsschwierigkeiten leiden kann.

Schmerzen kann man sich auch ausdenken
Wissenschaftler haben herausgefunden, dass man Schmerzen auch erfinden kann. Diese Erscheinung wird als Nocebo-Effekt bezeichnet. Zum ersten Mal wurde sie beobachtet, als man Patienten Placebos verabreichte und einige danach über Beschwerden klagten, obwohl kein Anzeichen für eine Erkrankung vorlag. Das zeigt, dass negative Gedanken Krankheitssymptome bzw. Beschwerden hervorrufen können,  so wie positives Denken den Heilungsprozess beschleunigen kann. Wer sich also ständig Schmerzen einredet, wird auch irgendwann welche haben.

Aufgrund dieser Studienergebnisse verlangen Wissenschaftler eine bessere Ausbildung für angehende Ärzte, um sensibler mit Patienten umgehen zu können und um zu wissen, wie sie eine schlechte Nachricht diesen vermitteln bzw. was sie ihnen hinsichtlich einer Erkrankung sagen sollten und was nicht.

Rauchen erhöht Gefahr, an Demenz zu erkranken
In einer Langzeitstudie haben amerikanische Wissenschaftler festgestellt, dass durch Rauchen das Risiko an Alzheimer bzw. an Demenz zu erkranken mehr als doppelt so groß ist. Gerade die durch das Rauchen hervorgerufenen Durchblutungsstörungen sind ein Hauptgrund für die gefäßbedingte Demenz, die die zweithäufigste Form der Demenzerkrankungen ausmacht.

Deutschlandweit leiden mittlerweile 1,3 Millionen Menschen an Demenz, bis zum Jahr 2050 soll sich diese Zahl verdoppeln.

Um dem Demenz-Risiko vorzubeugen, raten Experten zu einer gesunden Lebensführung, ausreichend Bewegung, möglichst ausgewogener Ernährung und einem Rauchverzicht. Wer sich zum größten Teil an diese Regeln hält, verhindert eine schwerwiegende Schädigung seiner Blutgefäße und senkt auch damit die Gefahr, einen Schlaganfall zu erleiden.

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