Die kleinen roten Früchte, die vor allem getrocknet im Handel verkauft werden, stammen zum größten Teil aus der Region des chinesischen Ningxia Tals, dem Hauptanbaugebiet der Goji-Beeren. Wenn die Beeren reif sind, werden sie sorgfältig geerntet und zum Trocknen in die Sonne gelegt, um ihre wertvollen Inhaltsstoffe möglichst zu erhalten.

Neben den getrockneten Früchten findet man im Handel auch Goji-Saft. Für dessen Herstellung werden die Früchte direkt nach der Ernte gepresst und der Saft in Flaschen abgefüllt. Der Saft wird durch sogenannte Kaltpressung gewonnen, bei der die wichtigen Nährstoffe der Goji-Beere erhalten bleiben. Außerdem wird auch auf Konservierungsstoffe verzichtet. Beim Kauf von Goji-Saft sollte man darauf achten, dass die Früchte aus biologisch-dynamischem Anbau kommen. Beeren aus konventionellem Anbau enthalten oft überdurchschnittlich viele Schadstoffe.

Die Pflanze, an der die Beeren reifen, ist ein sommergrüner Strauch, der auch der Gemeine Bocksdorn genannt wird und bis zu vier Meter hoch werden kann. Seine Äste sind oft mit Stacheln versehen und hängen bogenartig herab, die Blätter haben eine längliche lanzettige Form und sind von graugrüner Farbe. Der Strauch blüht zwischen Juni und August. Während der Blütezeit werden die Blüten durch Bienen oder durch sich selbst bestäubt. Die kleinen ovalförmigen Beeren reifen schließlich in der Zeit von August bis Oktober.

Die Pflanze selbst ist relativ unempfindlich, resistent gegen Trockenheit und Hitze und zudem auch winterfest. Man kann sie auch Zuhause im Garten, auf dem Balkon oder der Terrasse in großen Kübeln einpflanzen und seine eigenen Beeren züchten.

Bevor die moderne Forschung das große Potenzial an wertvollen Inhaltsstoffen wie Mineralien und Spurenelemente (Eisen, Kupfer, Chrom, Magnesium, Natrium, Kalium, Kalzium, Nickel), Vitamine (A, B1, B2, C), sowie Aminosäuren der Goji-Beere entdeckte, galt die Beere eine Zeit lang irrtümlicherweise als giftig. Außerdem besteht das Geheimnis der gesunden Frucht in einem Zusammenschluss einzigartiger, bioaktiver Moleküle, den sogenannten Lycium-Barbarum-Polysacchariden (LBPs). Diese Vielfachzucker existieren in dieser Form in keiner anderen Pflanze auf dieser Welt.

Der internationale Siegeszug der Goji-Beeren begann in den Vereinigten Staaten, mittlerweile ist sie weltweit bekannt, auch hier bei uns in Deutschland. Sie erhalten in fast jedem Reformhaus getrocknete Beeren und Goji-Saft. Und auch im Internet finden Sie zahlreiche Bezugsquellen für verschiedene Goji-Produkte.

Im eingefügten Video – ein Beitrag vom ORF 2 – erhalten Sie weitere interessante Infos über die Goji-Beere.

No Responses to “Goji-Beeren – von China aus in die ganze Welt”

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