Kombucha (ausgesprochen: Kombuhtscha) ist ein durch Vergärung entstandenes moussierendes Getränk, das auf der Grundlage von schwarzem oder auch grünem Tee, Zucker und dem Kombucha-Teepilz hergestellt wird. Kombucha wird vorwiegend kalt getrunken und schmeckt leicht süß-säuerlich und erfrischend. Seinen Ursprung hat das Getränk wahrscheinlich im osteuropäischen oder asiatischen Raum, die Quellen dazu sind sich uneins.

Der Pilz, der für die Herstellung von Kombucha verwendet wird, ist kein richtiger Pilz aus botanischer Sicht, sondern ein Zusammenwirken (Symbiose) verschiedener säureproduzierender Bakterien und Hefepilzen. Es dauert ungefähr 8 bis 14 Tage, bis die Bakterien und Hefen den Zucker im Teeansatz in verschiedene Inhaltsstoffe verwandelt haben. Durch die Vergärung von Zucker entstehen auch Kohlendioxid und Ethanol (Alkohol), allerdings beträgt der Alkoholgehalt von Kombucha oft nicht mehr als 0,5 Prozent.

Dennoch wurden bei Untersuchungen von Kombucha-Tees schon höhere Werte ermittelt, sodass das Getränk nicht mehr als alkoholfrei hätte bezeichnet werden dürfen. Gerade selbst produzierter Kombucha kann bis zu drei Prozent Alkohol aufweisen. Damit ist der Genuss von Kombucha für trockene Alkoholiker aufgrund der Rückfallgefahr nicht geeignet.

Auch Diabetikern ist das regelmäßige Trinken von Kombucha nicht zu empfehlen, da für die Vergärung viel Zucker vonnöten ist. Deshalb sollten an Diabetes Erkrankte vor dem Konsum des Getränks den genauen Zuckergehalt beachten.

Wer zuhause selbst Kombucha herstellen will, der sollte beim Ansetzen auf strikte Hygiene achten. Denn ansonsten können gesundheitsschädliche Mikroorganismen entstehen und die positiven Wirkungen des Kombuchas zunichte machen. Sollte sich der angesetzte Tee farblich sowie geruchlich auffallend verändern oder sich Schimmelpilze bilden, dann sollte man Tee mitsamt Pilz wegwerfen, um die Gesundheit nicht zu gefährden.

Doch nun zu den angeblichen Heilwirkungen des Kombucha-Tees:

Man sagt Kombucha vor allem eine positive Wirkung auf die Verdauung und den Stoffwechsel nach. Der regelmäßige Genuss soll das Abwehrsystem stärken und bei Erkrankungen wie Gicht, Bluthochdruck, Rheuma oder Arteriosklerose das allgemeine Wohlbefinden deutlich verbessern.

Außerdem wird berichtet, dass Kombucha die Sehkraft bessert sowie Herz-Kreislauf-oder Durchfall-Erkrankungen vorbeugt. Neben Linderungen von nervösen Angstzuständen und Abgeschlagenheit soll das Gärgetränk auch die Reinigungs- und Ausscheidungsprozesse im Körper anregen und so zur Entschlackung beitragen.

Ob diese oft genannten Heilwirkungen wahr sind, lässt sich nicht genau sagen, denn es existieren keine klinischen Studien zu den möglichen Heilwirkungen von Kombucha.

Auch das bayerische Staatsministerium für Verbraucherschutz stellt die von Herstellern gemachten Werbeaussagen wie Stärkung des Immunsystems oder Steigerung des Wohlbefindens in Zweifel, denn die Herstellungsweise und Zusammensetzung von Kombucha lassen eine solche Wirkung nicht zwingend erwarten.

Wissenschaftlich belegt sind bisher lediglich schwach abführende und leicht antibakterielle Wirkungen, die sich auf den Anteil von Essig- und Milchsäure im Kombucha zurückführen lassen. Diese Mikroorganismen sind im industriell produzierten Kombucha schon gar nicht mehr vorhanden, denn aus Haltbarkeitsgründen wird dieser pasteurisiert. Ein solcher Prozess tötet die Bakterien und sie werden unwirksam.

Letztendlich sollte Kombucha als ein Erfrischungsgetränk angesehen werden, dessen gesundheitliche Heilwirkungen mit denen anderer fermentierter Lebensmittel, wie zum Beispiel mit Sauermilchprodukten, zu vergleichen ist.

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