Ebenso wie die Akupunktur werden mit Akupressur entscheidende Energiepunkte an unserem Körper stimuliert – nur nicht mit dem Setzen von Nadeln, sondern durch Drücken der Hände. Diese Therapie beruht wie die Akupunktur auf der Meridianlehre der TCM (Traditionelle Chinesische Medizin).

Dabei werden nicht nur die unmittelbar schmerzenden Stellen durch die Druckmassage berührt, sondern auch Punkte, die von dem Schmerzzentrum weit entfernt liegen und dennoch damit in Verbindung stehen. Denn diese befinden sich auf den insgesamt zwanzig Meridianen (Leitbahnen), in denen nach der Lehre der TCM die Lebensenergie Qi fließt. Eine Akupressur solcher Punkte stellt eine Verbindung zu den verschiedenen Organen sowie Schmerzzentren her und kann somit auch Schmerzen lindern oder sogar beseitigen.

Mit der Akupressur lassen sich einige Beschwerden sogar selbst auf die Schnelle behandeln, ohne gleich einen Therapeuten oder Heilpraktiker aufsuchen zu müssen. So kann der gezielte Druck auf bestimmte Akupressurpunkte Schluckauf beseitigen, Nasenbluten stoppen oder auch Kopfschmerzen spürbar lindern.

Es ist gerade für Anfänger empfehlenswert, eine eigene Akupressur-Behandlung flach liegend – sei es nun auf der Couch oder auf dem Bett – durchzuführen, um die nötige Entspannung und auch die volle Wirkung der Akupressur zu erlangen. Sind Sie mit der Anwendung schon routiniert genug, können Sie die Akupressur überall anwenden, wo Sie gerade sind.

Entscheidend für eine erfolgreiche Akupressur ist das Wissen, wo die entscheidenden Punkte am Körper liegen und mit welchem Finger die Punkte massiert werden sollen. Es gibt Schaubilder, die einem die Orientierung erleichtern und auch Volkshochschulen bieten Einsteigerkurse in die Akupressur an. Falls Sie nicht wissen, welchen Punkt Sie massieren sollen, dann entscheiden Sie sich im Zweifel für die Stelle, die auf Druck leicht schmerzt. Doch auch wenn Sie keinen Meridianpunkt erwischen, sondern nur einen benachbarten Punkt, so können Sie nichts Schlimmes mit der Akupressur auslösen.

Jeder Punkt sollte ungefähr ein bis drei Minuten mit der Fingerkuppe Ihres Zeigefingers oder Daumens in kleinen kreisenden Bewegungen massiert werden. Bei schmerzempfindlicheren Stellen reicht es auch, über die Haut zu streichen, um den Meridian zu stimulieren. Wichtig ist auch zu wissen, in welche Richtung die Energie in den Leitbahnen fließt. Wenn Sie über die Haut zur Körpermitte hin streichen, wird Energie aufgebaut, in die gegensätzliche Richtung hat das Streichen einen eher beruhigenden Effekt.

Leiden Sie unter akuten Schmerzen, dann sollten Sie die Punkte nur sanft abdrücken, während chronische Beschwerden schon mehr Druck aushalten.

Die Akupressur hat allerdings keinen Erfolg, wenn Knochen, Muskeln oder innere Organe schon vorgeschädigt sind. Auch bei erkrankten oder entzündeten Hautpartien und schweren Herz-Kreislauf-Problemen sollten Sie vorsichtig sein. Schwangere sollten vor einer Selbstbehandlung bei einem Arzt oder Heilpraktiker Rat holen und die Risiken abwägen.

Wer sich für die Selbstbehandlung zu unsicher fühlt, der kann sich natürlich an speziell ausgebildete Heilpraktiker, Ärzte oder Therapeuten wenden, die diese Heilmethode anbieten.

Einige Versicherungen für Naturheilkunde zahlen die Kosten für eine therapeutische Akupressur. Hier finden Sie eine Auflistung von leistungsstarken und preisgünstigen Versicherungen für Naturheilkunde.

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