Schon in der Antike galt Blut als Heilmittel. Die alten Ägypter nahmen Bäder in Menschenblut, um Erkrankungen zu therapieren oder tranken es, damit Verletzungen am Körper schneller heilten. Die heutige Eigenblutbehandlung als Reiztherapie kam Anfang des 20. Jahrhunderts auf.

Unser Blut setzt sich neben den \“normalen\“ Bestandteilen auch aus Abfallprodukten des Stoffwechsels sowie Giftstoffen zusammen. Tritt es aus den Gefäßen aus, ruft das Blut im umliegenden Gewebe eine Entzündungsreaktion, also eine Abwehrhandlung unseres Immunsystems, hervor. Aus diesem Grund geht man davon aus, dass durch eine gezielte Eigenblutbehandlung unser Abwehrsystem stimuliert und die Selbstheilungskräfte gestärkt werden.

Bei der Eigenbluttherapie wird dem Patienten aus der Vene Blut entnommen, das anschließend  – und eventuell mit Naturheilmitteln vermischt – wieder zurück injiziert wird. Bei akuten Erkrankungen werden Eigenblutspritzen über einige Tage täglich verabreicht, während bei chronischen Krankheiten 10 bis 20 Injektionen über den Zeitraum von 5 bis 15 Wochen erfolgen.

Auch Kinder werden mit Eigenblut behandelt, allerdings in anderer Form. Hier entnimmt der Arzt ein Bluttropfen aus dem Ohrläppchen und lässt daraus ein Mittel zum Einnehmen herstellen.

In den letzten Jahrzehnten haben sich verschiedene Varianten der Eigenblutbehandlung entwickelt. Neben der konventionellen Therapie (wie oben beschrieben) gibt es zum Beispiel die Therapie mit potenziertem Eigenblut, bei der das Blut nach der Entnahme potenziert (homöopathisch verarbeitet) und in bestimmten Zeitabständen eingenommen wird. Oder das Blut wird mit einem Gemisch aus Ozon und Sauerstoff angereichert und wieder intravenös zugeführt.

Die Eigenblutbehandlung ist keine von der Schulmedizin anerkannte Heiltherapie. So liegen auch keine klinischen Studien vor, die die Wirkungen und Nebenwirkungen der Eigenblutbehandlung untersucht haben. Die Behandlungserfolge beziehen sich allein auf Erfahrungswerte, die über lange Jahre durch die Anwendung von Therapeuten und Ärzten zusammen getragen wurden.

Die Eigenblutbehandlung wird vor allem bei folgenden Erkrankungen erfolgreich angewendet:

Als Nebenwirkung kann bei einer Eigenbluttherapie eine sogenannte Erstverschlimmerung der behandelten Symptome kommen.

Die Behandlungskosten für eine Eigenbluttherapie werden von den gesetzlichen Krankenkassen nicht übernommen. Eine einfache Eigenblutbehandlung wird von einigen privaten Krankenversicherungen gezahlt, im Zweifelsfall sollten Sie sich aber vor einer Therapie bei der Versicherung erkundigen, ob die Kosten wirklich erstattet werden.

Versicherungen für Naturheilkunde übernehmen die Kosten für die Eigenblutbehandlung, weil sie zu den naturheilkundlichen bzw. alternativmedizinischen Therapien gehört. Hier finden Sie eine Aufführung von leistungsstarken und preisgünstigen Versicherungen für Naturheilkunde mit der Möglichkeit, Ihren persönlichen Versicherungsbeitrag zu berechnen.

One Response to “Eigenblutbehandlung – Reiztherapie zur Immunstärkung”

  1. on 23 Nov 2011 at 13:47Günter

    Ein sehr interessanter Artikel mit einem neuen Ansatz zur Immunstärkung den ich noch nicht kannte. Vielen Dank dafür.

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