Die Magnetfeldtherapie (auch Magnettherapie genannt) ist eine alternativmedizinische Behandlungsart, die den Patienten einem Magnetfeld aussetzt.

Die Heilung mittels Magnet war schon vor ein paar Jahrtausenden in China geläufig. Ebenso wendeten die alten Griechen und Römer diese Behandlungsart an. So kannten der griechische Arzt Hippokrates und die Römer Dioscorides und Claudius Galenos die Heilkräfte von Magneten. Der berühmte Arzt Paracelsus (1493 – 1541) wird in den Quellen zitiert, dass er Magneten als Heilmittel für viele Krankheiten einsetzte. \“(Der Magnet) ist ein Meisterstück für den Künstler in der Arznei, wie keines mehr weit und breit zu finden ist.\“

Anfang des 20. Jahrhunderts konnten wissenschaftliche Studien belegen, dass die Verwendung von Magnetfeldern die Sauerstoffsättigung des Blutes deutlich verbessert. Diese durch das Magnetfeld erzeugte sogenannte elektronische Stimulation übt einen Druck auf die Blutgefäße aus, die sich dadurch erweitern. Als Folge erhöht sich die Blutzirkulation, wodurch die umliegenden Zellen schließlich mit mehr Sauerstoff und Nährstoffen versorgt werden. Dies führt zu einer verbesserten Durchblutung und zur Förderung des Zellstoffwechsels.

Bei der Behandlung können sowohl statische als auch pulsierende Magnetfelder mit unterschiedlichen Frequenzen und Stärken durch kleinere Kissen bzw. Stäbe oder durch Magnetröhren oder Spulenmatten erzeugt werden.

Die Therapie selbst ist sehr einfach durchzuführen, da die Magnetfelder durch die Kleidung hindurch wirken. So ist es auch möglich, Knochenbrüche durch den Gipsverband hindurch mit einer Magnetfeldtherapie zu behandeln. Von der Anwendung spüren die meisten Patienten so gut wie nichts, eventuell ist ein leichtes Wärmegefühl oder Kribbeln durch das Magnetfeld möglich.

Generell gilt die Magnetfeldtherapie als ungefährlich bzw. ohne Nebenwirkungen, doch bei Patienten mit Herzschrittmachern oder weiteren elektronischen Implantaten sollte von dieser Behandlung abgesehen werden, weil das Magnetfeld gefährliche und nicht zu unterschätzende Wechselwirkungen mit der Steuerelektronik der Implantate auslösen kann.

Die Magnetfeldtherapie wird vor allem bei folgenden Erkrankungen eingesetzt: Wundheilungsstörungen, Arthrose, Knochenbrüche sowie degenerative Erkrankungen des Rückgrats und des Bewegungsapparates.

Aber auch bei Migräne und schweren Depressionen kann das Magnetfeld Beschwerden deutlich lindern.

Neben ihrer alleinigen Anwendung kann man die Magnetfeldtherapie mit weiteren sowohl schulmedizinischen als auch naturheilkundlichen Heilmethoden, wie z. B. Homöopathie oder Akupunktur, kombinieren, um ihre Wirkung zu steigern.

Die Therapiekosten werden von den gesetzlichen Krankenkassen nicht übernommen und auch die privaten Krankenversicherungen zahlen nur selten. Dagegen übernehmen Versicherungen für Naturheilkunde die Kosten für die Magnetfeldtherapie, da sie zu den naturheilkundlichen bzw. alternativmedizinischen Therapien gehört. Hier finden Sie eine Aufstellung von leistungsstarken und preisgünstigen Versicherungen aus diesem Bereich mit weiteren Informationen zur persönlichen Beitragsberechnung und wichtigen Abrechnungsmodalitäten.

One Response to “Magnetfeldtherapie – alternative Behandlungsmethode gegen unterschiedliche Gelenkserkrankungen”

  1. on 25 Jun 2011 at 18:28Stephan

    Gut zu wissen. Vielen Dank für die ausführliche Recherche. Echt gute Arbeit!

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