Auch bei Augenerkrankungen wird in der Naturheilkunde Akupunktur angewendet. Dabei liegen die angewendeten Akupunkturstellen im Gesicht, an den Händen, den Knien und auch an den Füßen, aber nie in den Augen selbst, wie oft vermutet wird. Zwar ist die Behandlung nicht immer angenehm, die Nadelstiche werden von jedem anders empfunden, mal kaum zu spüren, mal etwas schmerzhafter.

Die Augenakupunktur wurde von den beiden Dänen John Boel und Freddy Dahlgren mehr oder weniger ins Leben gerufen. Die beiden hatten sich schon in den 1980er Jahren mit der Therapie von Augenerkrankungen auseinandergesetzt und als erfolgreiche Akupunkteure fanden sie die ersten augenrelevanten Punkte an den Füßen. Nach ersten Heilerfolgen forschten sie auf diesem Gebiet weiter, bis sie schließlich ein Basis-Akupunkturverfahren von sechs verschiedenen Punkten entwickelt hatten.

Für welche Augenleiden bzw. -erkrankungen eignet sich dieses Verfahren?
Im Prinzip lässt sich jedes Augenleiden mit der Augenakupunktur behandeln, allerdings fallen die Erfolge unterschiedlich aus, was zum einen mit der Schwere der Erkrankung und zum anderen mit der Bereitschaft des Patienten, seine Lebensumstände zu beobachten und eventuelle Änderungen zu vollziehen, zusammenhängt. Aber auch die Erfahrung des Therapeuten spielt bei der Heilung eine wesentliche Rolle.

Die häufigsten Erkrankungen, die heute mit Augenakupunktur therapiert werden, sind vor allem Grüner und Grauer Star, Kurzsichtigkeit bei Kindern, Alters- und Weitsichtigkeit, Makuladegeneration, Augenerkrankungen aufgrund  von Diabetes oder Multipler Sklerose, Sehnervenschwund, Sehnerventzündungen, Venen- und Arterienthrombosen, Netzhautablösung, trockene Augen, Schielen bei Kindern und Erwachsenen, Schwachsichtigkeit sowie Sehstörungen bei Kindern.

Auch wenn durch die Therapie meistens eine deutliche Verbesserung der Erkrankung festzustellen ist, so lassen sich doch nicht alle Augenleiden heilen. Eine Studie mit 98 Makuladegeneration-Patienten weist einen Heilungserfolg von 86 Prozent nach, wobei schon eine rein subjektive Verbesserung des Augenlichts bzw. das Nichtverschlechtern der Erkrankung über einen länger als bisher zu erwarteten Zeitabschnitt schon als Erfolg gewertet wurde. Jeder Patient ist als Einzelfall zu betrachten, bei dem einen spricht die Behandlung schnell an, bei dem anderen erst zeitverzögert.

Was die Kosten der Augenakupunktur angeht, so werden diese von den gesetzlichen Krankenkassen bisher nicht übernommen. Sollte allerdings die Halswirbelsäule durch Statikverschiebungen an der Erkrankung beteiligt sein, so hat man bessere Chancen, Zuzahlungen zu erhalten. Letztendlich sollte sich jeder Einzelne bei seiner Krankenkasse informieren, was von den Therapiekosten ersetzt wird und was nicht. Die Kosten liegen für 10 Therapietage meistens zwischen 2500 und 3000 €.

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2 Responses to “Augenakupunktur – eine alternative Heilmethode bei Augenerkrankungen”

  1. […] Dieser Eintrag wurde auf Twitter von BSVH e.V., Heiko Kunert erwähnt. Heiko Kunert sagte: Augenakupunktur: Eine alternative Behandlung bei Augenerkrankungen: http://bit.ly/ciWfxl (naturheilkunde-news.de) #Makuladegeneration […]

  2. on 18 Mai 2010 at 08:40Alexa

    Die Erfahrung des Therapeuten spielt bei der Heilung auf jeden Fall eine wesentliche Rolle. Der muss professionell und aufmerksam arbeiten.

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