Einige aktuelle Untersuchungen von renommierten Schlafforschern und internationalen Medizinern haben nachgewiesen, dass das beliebte Nickerchen der Gesundheit förderlich ist. Wer um die Mittagszeit sich für kurze Zeit ausgiebig entspannt, kann danach mehr leisten, fühlt sich vitaler und auch die Lebenserwartung steigt an.

Des Weiteren tut der Mittagsschlaf unserem Gedächtnis gut: Bei Versuchen, in denen Teilnehmer sich lange Listen mit Wörtern merken sollten, konnten viele diese Übung erfolgreicher absolvieren, wenn sie nach jeder Lerneinheit ein kurzes Schläfchen hielten.

Und als zusätzlicher positiver Effekt des Mittagsschlafs kann beobachtet werden, dass Menschen, die sich regelmäßig mittags eine Stunde Auszeit gönnen, deutlich weniger unter Herzbeschwerden leiden.

Doch warum tut uns diese Pause so gut? Die positive Auswirkung wird damit erklärt, dass wir zwei Schlafphasen brauchen: eine lange während der Nacht und eine deutlich kürzere um die Mittagszeit. Als ideale Dauer werden für die kurze Schlafpause zwanzig Minuten angegeben. Denn unsere innere Uhr fällt am frühen Nachmittag in das typische Mittagsloch, in dem unsere Leistungsfähigkeit und Konzentration deutlich nachlässt.

Doch nicht jeder Mensch eignet  sich dazu, in der Mittagspause ein Nickerchen einzulegen. Manche brauchen zu lange, um einzuschlafen und fühlen sich nach zwanzig oder dreißig Minuten nicht erholt, sondern eher wie gerädert. Andere wiederum würden nicht wieder rechtzeitig aufwachen, um weiter zu arbeiten.

Daher sollte man einen Kompromiss eingehen. Wer die Fähigkeit besitzt, schnell zu entspannen und einzuschlafen, sollte einen Mittagsschlaf halten. Alle anderen können stattdessen leichte Lockerungs- und Gymnastikübungen als Ausgleich zum stundenlangen Sitzen anwenden. Oder man geht in der Mittagspause raus und spaziert eine Runde durch einen nahe gelegenen Park.

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