Der Harnweg ist bei Frauen besonders infektionsanfällig, da die Harnröhre sehr kurz ist und daher sehr leicht Bakterien in die Blase wandern können. Gut zehn Prozent aller Frauen erkranken mindestens einmal im Jahr an einer Harnwegsinfektion. Doch es gibt ein paar Tipps aus der Natur, mit denen Frauen schon im Anfangsstadium der Erkrankung einer Verschlimmerung vorbeugen können. Hier sind sie.

1. Kürbiskerne kräftigen die Blase

Der Kürbis verfügt über einige Inhaltsstoffe, die positiv auf den Harnweg wirken. Dazu gehören spezielle Fettsubstanzen, die eine Reizblase wieder beruhigen können. Besonders heilsam ist der steirische Arzneikürbis mit den würzig schmeckenden schalenlosen Kernen. Aus ihnen wird auch das dunkelgrüne kräftige Kürbiskernöl gewonnen, das Feinschmecker vor allem für Salat-Dressings verwenden. Um einen positiven Effekt für die Blase zu erzielen, sollte man täglich mindestens zwei gehäufte Esslöffel Kürbiskerne verzehren, ein EL Kürbiskernöl (ca. 10 ml) dagegen entspricht ungefähr 125 g Kernen.

2. Sandelholz bekämpft Bakterien

Die ätherischen Öle des weißen Sandelholzbaumes besitzen eine starke antibakterielle Wirkung. Besonders für Frauen, die sehr häufig unter Harnwegsinfektionen leiden, eignet es sich sehr gut zur Desinfektion. Dafür sollten Sie schon bei den ersten Anzeichen einer Erkrankung ein Sitzbad durchführen. Für ein Bad mischen Sie fünf Tropfen Sandelholzöl und zwei Tropfen Teebaumöl (die Öle erhalten Sie in der Apotheke oder im Reformhaus) mit etwas Joghurt und geben die Mischung in warmes Wasser (mind. 30 °C). Nehmen Sie sich gut zehn Minuten Zeit für das Bad.

3. Cranberrys desinfizieren

Spezielle Substanzen der Cranberrys umschließen die Keime und können so ein Festsetzen in der Blasenschleimhaut verhindern. Die entzündungsauslösenden Bakterien werden anschließend im Urin ausgeschieden. Wenn Sie täglich Cranberrys verzehren, sei es als getrocknete Beeren oder als Saft, verwenden Sie einen wirksamen Schutz gegen lästige Blasenentzündungen.

4. Beckenbodentraining stärkt Muskeln

Mit gezielten Übungen können Sie die Muskeln, die um die Harnröhre liegen, kräftigen und beugen damit einer Blasenschwäche vor. Die Übungen sind sehr leicht durchzuführen und können immer wieder zwischendurch eingebaut werden. Eine gute Übung geht so: Stellen Sie sich aufrecht hin, die Beine ungefähr schulterbreit auseinander. Legen Sie die Hände auf Ihren Po und ziehen Sie die Muskeln um Blasenausgang und Scheide nach oben bzw. innen. Dabei atmen Sie tief ein. Achten Sie darauf, dass Sie die Po- und Bauchmuskeln nicht mit anspannen. Diese Übung können Sie wiederholen, so oft Sie wollen.

5. Birkenblätter regen Nierentätigkeit an

Wenn Sie an einer Blasenentzündung leiden, müssen die Bakterien ausgespült werden. Birkenblätter helfen mit ihren Gerbstoffen und ätherischen Ölen, die Harnmenge auf das Fünffache zu erhöhen. Für einen Tee geben Sie drei bis vier Esslöffel klein geschnittene Birkenblätter (Apotheke, Reformhaus) in einen Liter Wasser. Diese Mischung langsam zum Sieden bringen. Etwas abgekühlt über den Tag verteilt trinken.

6. Kaktusfeigen reduzieren Harndrang

Die Kaktusfeige enthält Substanzen, die eine schwache Blase dauerhaft stärken können. Am besten stellen Sie einen Sirup aus Kaktusfeigen selbst her, den Sie auch mit Quark oder Joghurt vermischt oder mit Wasser verdünnt als Drink zu sich nehmen können. Die Früchte schälen Sie und schneiden sie in Scheiben. Danach bedecken Sie sie in einer Schüssel ganz mit Zucker oder Honig. Einen ganzen Tag lang bei Zimmertemperatur ziehen lassen. Dann schöpfen Sie die obere Schicht ab und stellen sie in den Kühlschrank.

One Response to “Natürliche Tipps gegen Blasenprobleme”

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