Massagen gehören zu den ältesten Heilverfahren der Menschheit. Als wohltuende manuelle Behandlung gegen Schmerzen des Körpers und für die geistige Entspannung fanden sie schon Anwendung bei den alten Griechen und Römern, im alten Ägypten und China ebenso wie in Indien und Afrika.

Dieser Artikel stellt Ihnen in einer konzentrierten Übersicht die internationale Vielfalt dieser Behandlungsform vor, Massagen in aller Welt:

Europa:

Schwedische Massage: Die Bezeichnung ist uns ungeläufig, aber hinter der Schwedischen Massage steckt die uns vertraute klassische Massage, die mit Streichbewegungen beginnt und sich mit Kneten und Reiben des Körpers fortsetzt. Sie wurde im 19. Jahrhundert vom Schweden Per Henrik Ling systematisiert. Die Schwedische Massage hilft besonders gegen orthopädische Beschwerden und Erkrankungen des Bewegungsapparates.

Amerika und Asien:

Hot-Stone-Massage: Diese Massagetechnik soll schon 200 v. Chr. in Asien verbreitet gewesen sein, im modernen Wellnessbereich erlebt sie in der letzten Zeit eine Wiedergeburt. Die Hot-Stone-Massage ist eine Kombination aus Wärmetherapie mit Steinen und Massage mit Ölen. Zu Beginn wird der ganze Körper mit warmem Öl eingerieben, bevor die heißen Speck- oder vulkanischen Lavasteine auf dem Rücken entlang der Energielinien aufgelegt werden. Die anschließende Massage wirkt dann besonders tief in die Muskulatur.

Lomi-Lomi-Nui-Massage aus Hawai: Diese Massageform aus dem hawaiianischen Raum bindet neben Massage auch noch Tanz, Gebet und Aromatherapie mit ein. Vor der eigentlichen Massage wird vom Masseur oft ein Heilgebet gesungen, während die Therapie von Hula-Liedern begleitet wird. Bei der Lomi-Lomi-Nui-Massage wird ebenfalls der ganze Körper bearbeitet, der Patient wird eingeölt, die Muskeln und Gelenke werden gedehnt. Massage- und Streichgriffe erfolgen in wellenartigen, leicht schaukelnden Bewegungen.

Tuina-Anmo-Massage aus China: Diese Massageform, Bestandteil der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM), will durch Schieben und Greifen, Drücken und Reiben der oberen Hautschichten und des darunter liegenden Gewebes den Energiefluss in den Körpermeridianen wieder ins rechte Lot bringen. Die Tuina-Anmo-Massage besteht dabei aus ungefähr 300 Einzelgriffen, wobei neben Händen und Fingern der Therapeut auch mit Ellenbogen und Knien arbeitet. Der Patient ist meistens mit einem Tuch bekleidet, manche Griffe werden aber auch auf der nackten Haut ausgeführt. Diese Massage wird vor allem zur Vorbeugung und bei verschiedensten Funktionsstörungen wie Verspannungen, Schlaganfall, Migräne, Asthma, Gastritis, um nur einige zu nennen, angewendet.

Ku-Nye-Massage aus Tibet: Diese Massage aus der Traditionellen Tibetischen Medizin will die Balance im Körper wiederherstellen, falls sie durch Stress, Krankheiten oder Bewegungsmangel unausgeglichen war. Bei der Behandlung wird der Körper zuerst mit warmem Öl aus Heilkräutern sanft eingerieben, bevor die Energiepunkte behutsam stimuliert werden, dafür verwendet der Masseur auch Muscheln, Stöcke oder Steine. Zum Schluss wird das Öl mit einem Peeling aus besonderen Pulvern, wie z. B. aus Kichererbsen, entfernt.

Nuad-Phaen-Boran-Massage aus Thailand: Diese ganzheitliche Massagetechnik datiert schon aus der Zeit vor Christus und bedeutet übersetzt \“Uralte heilsame Berührung\“. Bei der Therapie behält der Patient die Kleidung an und liegt auf einer Bodenmatte. Der Masseur bringt den Patienten in unterschiedliche Positionen, die dem Yoga entnommen sind, um ihn gleichzeitig zu bewegen und zu massieren. Bestimmte Akupressurpunkte werden dabei durch das Dehnen des Körpers und durch Drücken und Pressen stimuliert. Dabei setzt der Masseur auch Unterarme, Ellbogen, Knien und Füße ein. Mehr als 150 Yoga-Positionen stehen zur Wahl.

Shiatsu aus Japan: Diese Massage setzt sich aus Dehnungs- sowie Mobilisierungsübungen und Akupressur  zusammen. Auch hier findet sich das Prinzip der Energiemeridiane wie in der TCM. Bei der Anwendung tastet der Masseur den Patienten ab, bis er auf dessen Problemstellen trifft. Während der Massage behält man die Kleidung an und liegt auf einer Bodenmatte oder einem Futon. Der Therapeut gibt auch Atemanleitungen, um die Lebensenergie beim Patienten wieder zum Fließen zu bringen. Ziel dieser Anwendung ist es, dass der Patient sich als Einheit von Körper, Geist und Seele begreift.

Sie finden in dieser Aufzählung natürlich nicht alle Massagen, die auf unserer Welt existieren. Die Ayurveda-Massagen wurden ausgelassen, da sie in einem späteren Artikel genauer vorgestellt werden.

2 Responses to “Massagen international – eine Übersicht”

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