Blaue Flecke kennt jeder von uns, denn ganz schnell, oft nur durch ein leichtes Anstoßen an einem harten, kantigen Gegenstand, bilden sich diese Blutergüsse. Frauen bekommen sie leichter als Männer.

Wie entsteht blaue Flecke genau? Durch plötzlichen Druck von außen platzen feine Äderchen im Gewebe, das bei Frauen etwas weicher als bei Männern ist. Das austretende Blut verteilt sich dann im Bindegewebe und bildet dunkle Flecken unter der Haut. Häufig schmerzen diese Stellen, wenn man sie fester berührt.

Am besten hilft sofortige Kühlung, denn einmal zieht Kälte die Gefäße zusammen, was auch die Blutung stoppt, zum anderen lindert Kälte das Schmerzempfinden. Um die in Mitleidenschaft gezogenen Körperstellen zu behandeln, reicht schon ein kühler Waschlappen oder ein Kühlpad aus der Apotheke.

Achten Sie darauf, dass die Kühlpads nicht zu lange auf der Haut bleiben, denn Sie können sich ansonsten Erfrierungen an der oberen Hautschicht zuziehen. Wenn Sie das Gefühl haben, dass die Stelle sich kalt anfühlt, sollten Sie das Kühlpad entfernen und mindestens eine halbe Stunde warten, bis Sie eine neue Kühlphase beginnen.

Neben ausgiebigen Kühlungen helfen auch Arnika-Umschläge, dass blaue Flecken schneller abheilen. Denn die Inhaltsstoffe der Arnika wirken abschwellend, entzündungshemmend und lindern Schmerzen. Daher sollte man immer getrocknete Arnikablüten in der Hausapotheke haben. Für einen Umschlag überbrühen Sie vier Teelöffel getrocknete Blüten mit einer Tasse heißem Wasser.

Nach ungefähr zehn Minuten gießen Sie den Sud ab und lassen ihn abkühlen. Mit dem Auszug tränken Sie dann ein Baumwolltuch und drehen es leicht aus, damit es nicht zu nass ist. Den Umschlag können Sie mindestens 20 Minuten einwirken lassen. Diesen Vorgang sollten Sie mehrmals wiederholen.

Wichtig: Bei Blutergüssen sollten Sie keine Schmerzmitteln mit dem Inhaltsstoff Acetylsalicylsäure (ASS) zu sich nehmen, denn der Wirkstoff verdünnt das Blut, sodass sich die blauen Flecken verstärken können. Sollte ein Bluterguss größer als eine Handfläche sein, sehr stark schmerzen und nach zwei Wochen immer noch nicht abheilen, sollten Sie einen Arzt aufsuchen. Möglicherweise liegt dann eine Blutgerinnungsstörung vor.

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