Als Carob wird die Frucht des immergrünen und im Mittelmeerraum wachsenden Johannisbrotbaumes bezeichnet. Der Baum selbst kann eine stattliche Höhe von bis zu 12 Metern erreichen und wird von natürlichen Schädlingen gemieden. Größere Erträge liefert der Baum erst nach vielen Jahren.

Die Frucht selbst ist etwa 2 cm breit und ungefähr 10 bis 30 cm lang und erinnert in ihrer Form an eine Erbsenschote. Wenn sie reift, trocknet sie ein und wird dunkelbraun. Die Erntezeit findet je nach Wachstumsort von August bis Oktober statt.

In ihren Heimatregionen werden diese Hülsenfrüchte frisch oder getrocknet gegessen, zu Saft oder Sirup verarbeitet sowie zu alkoholischen Getränken vergoren. Oder man stellt  Carob-Pulver her. Dabei werden die Schoten zuerst von Verunreinigungen befreit, grob zerkleinert und aufgebrochen, wobei die Kerne separiert werden. Und in einem letzten Schritt erfolgt das Trocknen, Rösten und Mahlen des Fruchtfleisches zu einem feinen Pulver.

Das Carob-Pulver hat je nach Röstungsgrad eine hell- bis dunkelbraune Farbe und sein Geschmack ist durch die darin enthaltenen Einfach- und Zweifachzucker leicht malzartig süß bis feinherb. Ist es zu dunkel, schmeckt das Pulver sehr bitter.

Wer Carob-Pulver in seiner Küche verwenden möchte, sollte auf ein Produkt aus kontrolliert-ökologischem Anbau achten, da dieses nicht aus gentechnisch veränderten Rohstoffen hergestellt wurde. Carob ist dunkel verschlossen über  viele Jahre haltbar.

Gerne wird Carob mit Johannisbrotkernmehl verwechselt, das aus den getrennt vermahlenen Kernen der Schoten hergestellt wird und ein vielverwendetes Dickungsmittel in der Lebensmittelindustrie ist.

Welche Vorzüge besitzt Carob?

  • Einmal enthält Carob einen hohen Anteil an natürlichem Zucker und kann damit als Energiespender (z. B. in selbst gemixten Energiedrinks) eingesetzt werden.
  • Das Pulver weist nur wenig Fett, Natrium und Kalorien auf.
  • Sein Ballaststoffgehalt (Pektine und Rohfaseranteile) ist sehr hoch, was einer guten Verdauung förderlich ist.
  • Carob ist koffeinfrei und enthält Beta-Carotin, Vitamin B2 sowie die Mineralien Kalium, Kalzium, Magnesium und Eisen.

Wie lässt sich Carob in die tägliche Ernährung einbauen?

Einmal wird Carob oft als Kakao-Ersatz verwendet, doch das Pulver eignet sich auch als Guss auf Gebäck oder Kuchen, als Teigbeimischung gibt es einen interessanten Geschmack und liefert nötige Ballaststoffe. Außerdem können Sie dann andere Süßungsmittel reduzieren.

Sie können Carob-Pulver auch ins Müsli oder unter Joghurt rühren, ganz nach Geschmack und Experimentierlaune.

Carob-Pulver oder andere Produkte mit Carob, wie z. B. Carob-Brotaufstrich oder Glasur, erhalten Sie im Bioladen oder Reformhaus, aber natürlich auch im Internet in entsprechenden Online-Shops. Sie erhalten zahlreiche Suchtreffer, wenn Sie unter Google den Begriff \“Carob\“ eingeben.

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