Palmöl ist in unseren Küchen und auch in den gängigen Lebensmittelgeschäften noch relativ unbekannt, doch das aus der tropischen Palmfrucht gewonnene rote Öl gilt als Gesundbrunnen, gefüllt u. a. mit wertvollen Anti-Oxidanzien. Erhältlich ist es bei uns vor allem im Reformhaus und Bioladen.

Die ölspendenden, ungefähr pflaumengroßen Früchte wachsen an der bis zu 20 Meter hohen Ölpalme, die ihren Ursprung in Afrika und Amerika hat. Die größten Palmölproduzenten kommen heute aber aus Malaysia und Indonesien. Das wertvolle Öl ist vor allem im Fruchtfleisch enthalten, während das Öl im Fruchtkern für die Industrie verwendet wird.

Das rote Palmöl wird gerne mit Palmenkernöl verwechselt. Palmenkernöl ist auch ein gesundes Brat- und Backfett, solange es nicht industriell verarbeitet wurde, es enthält im Gegensatz zu Palmöl aber nur wenig Karotin und wenig Vitamin E. Daher sollte man beim Kauf von Palmöl beachten, dass das Öl die typische orange-rote Farbe besitzt. Es gibt auch weißes Palmöl, was allerdings ein Abfallprodukt der industriellen Produktion ist, weil ihm alle wertvollen Inhaltsstoffe entnommen wurden.

In seiner Ursprungsregion Afrika wird Palmöl bei der Zubereitung von Gerichten und für die Gesundheits- und Schönheitspflege verwendet. Medizinmänner setzen es auch bei Verstopfungen und Vergiftungen ein.

Nun zu den gesundheitlichen Vorzügen des roten kalt gepressten Palmöls: Es enthält neben wichtigen Anti-Oxidanzien sehr viel Betakarotin, ungefähr 50mal so viel wie in Tomaten und zehnmal so viel wie in Möhren enthalten ist. Darüber hinaus verfügt es über natürliches Vitamin E und wertvolle Fettsäuren. In dieser Form kann Vitamin E das Wachstum von Tumoren hemmen, sodass das Öl auch gegen Haut- und Brustkrebs eingesetzt wird. Zusätzlich beugt es der Hautalterung vor, denn es schützt vor UV-Strahlung und Umweltgiften.

Die moderne Wissenschaft hat noch weitere Heilwirkungen, die dem sahnig schmeckenden Öl zugeschrieben werden, entdeckt: So kann es vor Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Schlaganfall, der Makula-Degeneration und Alzheimer schützen. Weitere Studien zeigten, dass es auch das schlechte LDL-Cholesterin senkt, Arterienablagerungen auflöst und damit gefährliche Thrombosen und Blutgerinnsel verhindert.

Beim Kauf sollte man immer darauf achten, dass es sich um kaltgepresstes Öl in Bioqualität handelt. Nur dann sind alle wertvollen Substanzen unbelastet und in hoher Konzentration vorhanden.

Sie können rotes Palmöl auch im Internet bestellen. So bietet z. B. der Puravita-Shop Bio-Palmöl an, genauso wie die Ölmühle Solling. Bei der Produktbeschreibung in den Online-Shops finden Sie nochmals alle wichtigen Inhaltstoffe des Öls aufgeführt.

5 Responses to “Rotes Palmöl – gesundheitsförderndes und vielseitiges Öl aus den Tropen”

  1. on 01 Apr 2010 at 08:43esser, margot

    Seit 25 Jahren befasse ich mich mit Naturheilkunde. Mit meinem kleinen Unternehmen PHARMOS NATUR GREEN Luxury bauen wir mit Kleinbauern-Kooperativen in verschiedenen Teilen der Welt bestimmte Heil- und Nutzpflanzen konsequent ökologisch an und verarbeiten diese dann nach ganzheitlichen Grundsätzen. Kein isolieren von Einzelstoffen, sondern das gesamte Netzwerk der Pflanzenkraft erhalten. Deshalb Green Luxury.

    Bei unseren Anbauprojekten ist uns aufgefallen, dass BioHersteller von Palmfruchtöl und Palmkernöl in übler weise Raubbau mit der Natur treiben und vor allem Kleinbauern vertreiben um ihre Plantagen zu etablieren.
    Ich kenne leider keinen Anbieter von Bio Pamfruchtöl, das unsere Kriterien erfüllt. Nachhaltig und ethisch – das heißt einbeziehen der Kleinbauern vor Ort.

    Vor ca. 14 Tagen hat Report erstmals darüber berichtet, dass auch bei Bio-Anbietern nicht davon ausgegangen werden kann, dass ein Anbau unter nachhaltigen und ethischen Grundsätzen erfolgt. . Die Bauern für den Anbau der Palmfrüchte- wurden systematisch von ihrem Grund vertrieben.
    Ich bin der Auffassung, dass wir keine Bioprodukte kaufen sollten, dessen Rohstoffe auf dieser Basis hergestellt sind.
    Was meinen Sie.
    Mit freundlichen Grüßen Margot Esser

  2. on 03 Apr 2010 at 12:34Toco

    @Margot

    Ölpalmen sind die Pflanzen, die mit abstand am meißten Öl pro Fläche erzeugen können. Viel mehr als z.B. Raps.

    Das führt natürlich dazu, dass das in großem Stil nötige Öl in großem Stil angebaut wird. Leider auch mit fragwürdigen Methoden (GMO, Urwaldrodung, Kleinbauern).

    Das kann man aber der Pflanze nicht in die Schuhe schieben.
    Das ist, was die 6-7 (oder sinnds schon m+bald 8) Milliarden Menschen benötigen. Nahrung.

    95% des Palmöls werden gegessen!
    Sie können ja auch mal nachfrorschen wievielen Menschen das bei uns angebaute Rapsöl oder das zu Traibstoff verarbeitete Zuckerrohr oder Mais DAS ESSEN WEGNIMMT!

    Ich verwende auch rotes Palmöl, weil es besonders wertvoll ist. Bei Hersteller hab ich nachgeforscht – die Plantagen sind > 20 bis 25 Jahre alt, da gabs noch kein Rodungs und leinbauernproblem.
    BIO ists allerdings nicht.
    Warum solls aber nicht auch gutes BIO geben?

    Ich denke, wir sollten nicht den Fehler machen und von Sensationsberichten auf ganz anderem Gebiet den Geschmack verderben zu lassen.

    Wir essen auch Brot, obwohl auf dem Land (bei uns hier) einmal vorher Urwald gestanden ist, und auch die Urwinwohner da (z.B. Kelten, Germanenstämme) zum Teil vertrieben worden sind.
    Das spricht gegen Vertreibung, nicht gegen Roggen.

    Gruß

    Toco

  3. on 20 Jun 2010 at 10:07Anne Altmann

    zu Kommentar 2,

    Na wunderbar, da greifen wir doch in die Mottenkiste um die Vernichtung von wertvollem Urwald zu Gunsten des „Palmöl“ Anbaues zu verteidigen.
    Es wurde dabei aber übersehen das wir im „aufgeklärten“ jedenfalls teilweise aufgeklärten 21. Jahrhundert leben und wissen das solche Sünden auf Dauer verheerend für den Bestand des Urwaldes sind, der seiner wichtigen Funktion als grüne Lunge und Klimaausgleich für den gesamten Erdball nicht mehr nachkommen kann, was sich für unsere Nachkommen und die gesamte Natur leider nicht positiv auswirkt.
    Aber da machen sich wohl viele leider keine Gedanken drüber.
    Sollte man aber, bevor man alles runter redet und lapidar abtut.

    Mit freundlichen Grüßen
    Anne

  4. on 26 Jul 2011 at 09:20Gudrun Scherbart

    Rotes Palmoel
    Guten Morgen,
    wir haben 6 Jahre in Benin/Wetafrika lebt.
    Dort kochen a l l e Menschen ihre Speisen mit diesem Oel.

    Es kommt nicht zum Export, bleibt also im Land. Zumindest von der normalen Bevoelkerung. Es gibt auch schon Plantagen, aber es muss ja auch Geld verdient werden, damit sich in diesem Land etwas veraendern kann.
    Es werden sicherlich neue An- und Abbau-Methoden angewandt, aber hoffentlich noch nicht wie in anderen sogenannten Drittlaendern.

    Der Geschmack ist unvergleichlich, das bekommt man mit keinem anderen Oel zustande.

    Nun sind wir wieder in Deutschland, und ich habe 2 l reines Oel von unseren eigen Palmen mit nach D gebracht.

    Ich bin allerdings etwas verunsichert, was ich alles damit machen kann, denn es ist sehr intensiv.

    Vielleicht gibt es ein paar gute Rezepte mit saisonal erhaeltlichen Gemuesesorten u.a.???

    Wuerde mich freuen.
    Herzliche Gruesse aus Bonn

  5. on 15 Nov 2014 at 08:02Stromeier Petra

    Hallo! Sie schreiben das es wichtig ist kaltgepresstes Palmöl zu verwenden. Nach meinen Nachforschungen gibt es kein kaltgepresstes Palmöl, sondern die Früchte werden gekocht um das Öl zu gewinnen.
    MfG
    Petra Stromeier

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