Der Frühling ist noch nicht ganz da und schon fliegen die ersten Pollen. Für Heuschnupfen-Patienten beginnt damit eine harte Zeit. Doch was können die wirklichen Auslöser dieser Allergieform sein, die von Jahr zu Jahr mehr Betroffene hervorbringt? Hier ein paar mögliche Ursachen und deren Therapiemöglichkeiten:

1. Kreuzallergie:
Pollen-Allergien erfordern durch die sogenannte Kreuz-Reaktivität Vorsicht beim Verzehr von bestimmten Nahrungsmitteln. Beispielsweise reagieren Birkenpollen-Allergiker empfindlich auf Kartoffeln, Haselnüsse, Sellerie oder Äpfeln. Unverträgliche Nahrungsmittel können die allergische Reaktion auf bestimmte Pollen verstärken. Dabei werden durch die Sensibilisierung des Darms verwandte Schleimhaut-Bereiche empfindlich, wie z. B. der Rachenraum, Nebenhöhlen, Bronchien oder Augen. Tests bewiesen, dass jeder Allergiker sein eigenes Unverträglichkeitsmuster hat und somit allgemeine Regeln kaum aufgestellt werden können. Jedoch sollten Kuhmilchprodukte, die eine enorme allergisierende Kraft aufweisen, von jedem Pollen-Allergiker gemieden werden, denn sie verschlimmern als Kreuz-Allergen bei den meisten Heuschnupfen-Patienten die Symptome.

2. Mangel an Vitamin D und Kalzium:
Während des Winters sinkt in unserem Körper wegen der geringeren Sonnen-Intensität der Vitamin-D-Spiegel. Dieser Mangel führt zu einem weiteren, denn weniger Vitamin D im Organismus stellt die Kalzium-Aufnahme ein und führt zu einer erhöhten Ausscheidung dieses Minerals über die Nieren. Kalzium ist aber ein wichtiger Allergieschutz, da es die typischen Allergie-Reaktionen (Augentränen, Naselaufen, Juckreiz), die das Gewebehormon Histamin auslöst, unterbindet. Daher ist bei vielen Heuschnupfen-Patienten ein Vitamin-D- und Kalziummangel festzustellen.

3. Mangel an Vitamin B5 und Vitamin E:
Vitamin B5 (Pantothensäure) spielt eine wichtige Rolle bei der Produktion von Kortikoiden, wie z. B. Kortisol. Diese Stoffe hemmen vor allem Entzündungen in unserem Körper, auch den Heuschnupfen, der ebenfalls ein entzündlicher Prozess ist. Bei vielen Allergikern sind die Vitamin B5-Reserven nur noch gering vorhanden und damit der Kortisol-Spiegel dementsprechend niedrig. Um die entzündlichen Abläufe im Organismus zu stoppen, empfiehlt es sich, Vitamin E zusammen mit Vitamin A und Omega-3-Fettsäuren einzunehmen. Vor allem in Fisch- und Olivenöl sind diese Nährstoffe reichlich vorhanden und so kann die dauerhafte Ernährungsumstellung auf mediterran ausgerichtetes Essen die Heuschnupfen-Symptome langfristig lindern.

4. Histamin-Unverträglichkeit:
Das freigesetzte Gewebe-Hormon Histamin ist für die meisten Allergiker-Beschwerden verantwortlich. Aber auch mit unserer Nahrung nehmen wir ca. vier Milligramm Histamin pro Tag zu uns. Gerade in lang gelagerten und gereiften Lebensmitteln wie Käse, Wurst, Sauerkraut, Fleisch- und Fischkonserven, Schalentieren oder alkoholischen Getränken ist vermehrt Histamin enthalten. Daher können nach einer histaminreichen Mahlzeit Symptome wie Kopfschmerzen, Rötung im Gesicht, Naselaufen und Atembeschwerden auftreten. Aus diesem Grund sollten Pollen-Allergiker bei den oben genannten Lebensmitteln Vorsicht walten lassen. Nährstoffe wie Vitamin C, B2, B6, Magnesium, Zink und Kalzium blockieren die Histamin-Freisetzung und fördern dessen Abbau. Folglich ist es wichtig, den Organismus mit diesen Vitaminen und Mineralien ausreichend zu versorgen.

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