Der Februar geht dem Ende entgegen, der März bringt uns den Frühlingsanfang und (hoffentlich) auch wieder ansteigende Temperaturen. In dieser Zeit des Übergangs ist es sinnvoll, eine Fastenkur zur Entgiftung und Entschlackung des Körpers einzubauen. Denn über das Jahr hat unser Organismus u. a. Endprodukte des Kohlenhydrat-, Fett- und Eiweißstoffwechsels, abgestorbene Zellen, Fremdstoffe wie Konservierungsmittel usw. gespeichert. Diese Giftstoffe sollten mithilfe einer Heilfastenkur aus dem Körper wieder heraus transportiert werden.

Es gibt viele verschiedene Arten von Fastenkuren, die in ihrem Ablauf einem ähnlichen Schema folgen:

Die Kur beginnt meistens mit ein bis drei Übergangstagen, in denen man kalorienreduzierte Lebensmittel zu sich nimmt, sozusagen als Einstimmung des Körpers auf die drastische Ernährungsumstellung für eine gewisse Zeit. Darauf folgt eine gründliche Darmreinigung, denn ein leerer Darm unterdrückt aufkommende Hungergefühle und verhindert, dass der Organismus weiterhin Darmgifte aufnimmt.

Weitere Dinge sind in einer Fastenkur zwingend zu befolgen:

  • Man sollte am Tag mindestens 1 bis 3 Liter kalorienfreie oder -arme Flüssigkeit trinken, so vor allem Wasser und Kräutertees.
  • Ausgiebige Bewegung wie z. B. lange Spaziergänge sollte in den Tagesablauf eingeplant werden, um dem Muskelabbau erfolgreich entgegenzuwirken.
  • Und auch Phasen der Entspannung gehören zu einer Fastenkur dazu.

Eine richtige Kur dauert in der Regel zwei bis drei Wochen. Ist sie in dieser Länge und Intensität nicht in den Alltag zu integrieren (z. B. wegen Berufstätigkeit), so ist eine Teilfastendiät eine empfehlenswerte Alternative.

Nachfolgend werden Ihnen in einer kompakten Übersicht die wichtigsten Fastenarten vorgestellt:

Saftfasten:
Gerade aktiven Menschen, die zu Bluthochdruck und zu Füllesymptomen neigen, ist diese Fastenart zu empfehlen. Die in Frage kommenden Säfte sollten immer frisch gepresst sein. Durch die alleinige Einnahme von Flüssigem wird die Verdauung ruhig gestellt, Vitamine und Mineralien nimmt der Körper dadurch sehr gut auf.

Beim länger andauernden Saftfasten werden eventuell einige Giftstoffe freigesetzt und als \“Nebenwirkungen\“ können Kopfschmerzen, Schwindel und ein Schwächegefühl auftreten.

Obsttag:
Ein Obsttag pro Woche entschlackt und ist sehr einfach in den Alltag zu integrieren. Man kann an diesem Tag verschiedene Obstsorten oder nur eine einzige zu sich nehmen. Empfehlenswert sind vor allem einheimische Früchte, die möglichst ungespritzt sind. Aber auch Südfrüchte wie Papayas oder Ananas liefern einen großen Enzymanteil, der auf Entzündungen im Körper einen positiven Effekt hat.

Reis- oder Kartoffeltag:
Einen Tag lang nur Reis oder Kartoffeln essen, fördert die Entwässerung des Körpers. Dabei sollte man auf jegliches Salz und Fett verzichten, um diesen Effekt noch zu fördern. Reis und Kartoffeln sollten möglichst aus biologischem Anbau sein, um die Entgiftung weiter zu unterstützen. Diese Diät kann man auch auf 3 bis 4 Tage verlängern und dann allmählich weitere Gemüse hinzufügen.

Breuß-Kur:
Die Breuß-Kur ist eine extreme Form des Saftfastens, die sich über einen Zeitraum von 6 Wochen erstreckt. Es werden nur ganz bestimmte frisch gepresste Säfte, wie z. B. rote Bete, getrunken.

Hildegard-Fasten:
Beim Hildegard-Fasten wird über 6 bis 10 Tage ein- bis zweimal täglich eine spezielle Fastensuppe eingenommen, die aus einer Abkochung aus Dinkelkörnern mit Gemüse, Kräutern und Gewürzen besteht. Vor allem Galgant, ein ingwerähnliches Gewürz, sollte immer dabei sein. Als Flüssigkeit sollte man Fencheltee und abgekochtes Wasser trinken.

Am Anfang der Kur werden Einläufe zur Darmreinigung vorgenommen. Weiterhin gehören zur Hildegard-Kur ein täglich aufzulegender Leberwickel, der den Gallenfluss anregt und die Entgiftung fördert. Da bei diesem Fasten die meditative Erfahrung eine wesentliche Rolle spielt, sollte man auch in den Tagesablauf Wanderungen, Bewegungsübungen und Meditationen einbauen.

Heilfasten nach Buchinger:
Das Buchinger-Fasten setzt sich aus der Kombination von Bewegung und Ruhe zusammen. Am Anfang der Kur stehen mehrere Übergangstage, in der der Patient hauptsächlich Kohlenhydrate zu sich nimmt, danach erfolgt eine ausgiebige Darmreinigung mit aufgelöstem Glaubersalz.

Während der Buchinger-Kur erhält man morgens 1/4 Liter Kräuter- oder auch milden schwarzen Tee, mittags 1/4 Liter Gemüsebrühe, nachmittags wieder Tee mit Honig und abends 1/4 Liter Obstsaft. Zwischen den Mahlzeiten soll man mindestens 2 Liter Wasser trinken. Je nach der Konstitution des einzelnen kann auch etwas Magerjoghurt oder Milch, warmer Hafer- oder Reisschleim gegessen werden.

Auch hier ist es wichtig, ausreichend Bewegung in den Tag einzuplanen. Weitere wichtige Bausteine der Fastenkur nach Buchinger sind Massagen, Wasseranwendungen, viel Schlaf und Meditation. Die Kur endet mit drei Aufbautagen, in denen kleine kohlenhydratreiche Mahlzeiten angeboten werden.

Heilfasten nach F. X. Mayr:
Bei der Heilfastenkur nach Mayr bzw. der Milch-/Semmelkur isst man zum Frühstück und Mittagessen altbackene trockene Brötchen mit Milch. Die Brötchen wurden schon 3 bis 5 Tage an der Luft getrocknet und werden zum Essen in Scheiben oder Würfel geschnitten. Jeder Bissen soll ausgiebig eingespeichelt und gekaut werden, bis ein süßlicher Brei entsteht. Dann wird der Bissen mit Milch gegessen, wobei die Milch ebenfalls gründlich mit dem Brötchenbrei eingespeichelt werden soll, bevor alles runtergeschluckt wird.

Pro Mahlzeit werden 1/2 bis 3 Brötchen mit 1/4 Liter Milch verspeist. Ergänzt wird die Kur mit täglichen Darmmassagen, feuchtwarmen Leberwickel und ausgiebig Bewegung. Ausreichendes Trinken von Wasser und Kräutertee gilt natürlich auch hier.

Hinweis: Bevor Sie sich zu einer der hier genannten Heilfastenkuren entschließen, sollten Sie mit Ihrem Hausarzt darüber sprechen. Denn nicht jede Kur ist für jeden geeignet und sollte schon gar nicht ohne ärztliche Aufsicht oder Betreuung durchgeführt werden.

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