Er kommt garantiert vor allem dann, wenn ungeübte Menschen ihr Bewegungsprogramm mit zu großem Einsatz  und ohne Vorbereitung absolvieren. Spätestens am nächsten Tag spürt man jeden Muskel schmerzhaft an seinem Körper.

Doch die häufigste Reaktion auf Muskelkater ist falsch: Denn viele brechen ihre sportlichen Aktivitäten daraufhin vollständig ab und machen Pause, bis die Schmerzen wieder verschwunden sind. Doch wer rastet, der rostet und auch bei Muskelkater heißt es weitermachen, aber man sollte nicht übertreiben.

Viele Muskelschmerzgeplagte werden sich schon oft gefragt haben, was man dagegen tun kann. Grundsätzlich sollte man wissen, dass es sich bei Muskelkater um eine Muskelermüdung handelt, die durch Überforderung ganz bestimmter Muskelgruppen entsteht. Bei ungewohnter oder übertriebener Muskelaktivität entsteht ein Zuviel an Milchsäure und es kommt dadurch zu Schmerzen.

Die Milchsäure ist ein Abfallprodukt des Muskel-Energiestoffwechsels. Außerdem wird auch noch Magnesium im Körper abgebaut. Muskelkater oder auch -krämpfe sind nach sportlichen Aktivitäten meist harmlos. Nur wenn es immer wieder dazu kommt, sollte man zum Arzt gehen.

Wichtig ist, sofort aktiv gegen diese Schmerzen vorzugehen: äußerlich und innerlich. Nur beide Vorgehensweisen bringen Erfolg. Zuallererst sollte für eine sinnvolle Bekämpfung des Muskelkaters Blut- und Lymphzirkulation angeregt werden. Dazu kann man eine Reihe von naturheilkundlichen Maßnahmen durchführen:

  • Ein heißes Bad, das mit Kräuterzusätzen wie Rosmarin, Brennnessel, Heublumen, Eukalyptus, Arnika oder Kamille angereichert wird.
  • Massagen mit der bloßen Hand oder mit einem Luffa-Handschuh, mit einer Naturborstenbürste oder einem medizinischen Massagegerät.
  • Einreibungen der betroffenen Stellen.

Einreibungen gegen Muskelkater sind vor allem dann besonders effektiv, wenn sie ganz bestimmte Substanzen enthalten, die den Muskel lockern und entspannen sowie den Blutstrom anregen.

In diesem Fall haben sich Präparate in flüssiger oder Salbenform mit Propolis aus dem Bienenstock, mit Kampfer, Nelkenöl oder Pfefferminzöl bewährt. In der Apotheke finden Sie zahlreiche Salben mit diesen Inhaltsstoffen.

Eine erfolgreiche innere Maßnahme gegen Muskelkater ist die Einnahme von einem Magnesiumpräparat. Das entspannt den Muskel relativ schnell. Nehmen Sie magnesiumhaltiges Mineralwasser zu sich und lassen Sie zwei Teelöffel Honig langsam im Mund zergehen. Da sportliche Aktivitäten dem Organismus einen höheren Bedarf an Vitamin E abverlangen, sollten Sie sich auch damit versorgen.

Man kann auch präventiv gegen Muskelkater vorgehen: Wärmen Sie sich vor dem Sport ca. eine Viertelstunde mit einem Massagegerät auf. Und regelmäßiges Verzehren von Müsli, Vollkornbrot und -produkten liefert dem Körper ausreichend Magnesium.

One Response to “Natürliche Tipps gegen Muskelkater”

  1. on 15 Mrz 2012 at 14:30Anja

    Muskelkater entsteht nicht durch Übersäuerung des Muskels!

    Hierfür sind kleine Risse im Muskel verantwortlich.

    Die Übersäuerung im Muskel durch die Entstehung von Milchsäure ist bedingt durch eine schnelle Bereitstellung von Energie über den anaeroben Stoffwechselweg. Dies spürt man durch „Brennen“ der Muskulatur.

    Aber Brennen der Muskeln und Muskelkater sind 2 unterschiedliche Sachen!

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