Viren-Killer aus der Natur

Antibiotika werden viel zu oft gegen harmlose Bakterien eingesetzt. Tatsache ist, wer die Chemiekeulen zu oft schluckt, riskiert, dass Erreger resistent werden – und die Mittel bei ernsten Erkrankungen komplett versagen. Doch es gibt auch natürliche Helfer gegen Keime, die bei vielen Infekten genauso gut helfen wie Antibiotika.

Sonnenhut (Echinacea purpurea)
Dass Echinacea purpurea die Abwehr stimuliert, ist bekannt. Neu ist jedoch die Erkenntnis, dass es auch bei akuten Infekten hilft – dazu müssen allerdings höhere Dosen eingenommen werden. Auf keinen Fall sollte man aber die Einnahme im Krankheitsfall stoppen. Denn der Sonnenhut aktiviert die weißen Blutkörperchen, die Gesundheitspolizei, im Kampf gegen gefährliche Eindringlinge. Anwendung: Bei den ersten Infektzeichen alle zwei Stunden 30 Tropfen nehmen.

Chilis
Sie sind teuflisch scharf und sehr gesund: Chilis entfachen ein Feuerwerk, heizen die Abwehr an, töten Bakterien in den Schleimhäuten und aktivieren den Zellstoffwechsel. Capsaicin heißt der besondere Inhaltsstoff gegen Infekte. Darüber hinaus entzieht Capsaicin dem Gewebe die Reizsubstanz P – und das lindert selbstquälende Migräne. Anwendung: Wer es verträgt, isst bei Infekten täglich drei Chilis oder zwei grüne Paprika.

Nelken
Indische Ärzte schreiben Nelken magische Heilkräfte zu. Zu Recht, finden mittlerweile auch deutsche Forscher. Denn Nelken enthalten Eugenol, eine Substanz, die antiseptisch wirkt. Entzündungen im Mund- und Rachenraum werden dadurch schnell gestoppt. Anwendung: Bei bakteriellen Infekten mehrmals täglich fünf Minuten zwei Nelken kauen. Bei Zahnweh eine Nelke auf die schmerzende Stelle legen. Denn Nelken betäuben Zahnschmerzen – und das genauso gut wie Tabletten.

Zitrone
Nicht nur ihr hoher Vitamin-C-Gehalt macht sie so wertvoll für die Abwehr. Zitronensäure stimuliert die Produktion von Immunzellen, tötet Keime und bekämpft Krankheitserreger bei Durchfall und Erkältungen. In vielen indischen Kliniken wird sogar die ansteckende Hepatitis mit Zitronensaft und Glukose behandelt. Anwendung bei Infekten: Saft von drei Zitronen mit drei Esslöffel Honig süßen, mit warmem Wasser verdünnen und langsam trinken.

Myrrhe
Wissenschaftler haben entdeckt, dass Myrrhe die Aktivität der körpereigenen Fresszellen fördert. Myrrhe hilft dem Immunsystem bei der Bekämpfung verschiedener von Viren, Bakterien und Pilzen ausgelöster Infektionen. Besonders nützlich ist das Gummiharz zur Therapie von Bronchitis . Anwendung: 3mal täglich zwei bis drei ml Myrrhe-Tinktur mit Wildem Indigo einnehmen (Mischung kann man sich in der Apotheke zusammenstellen lassen).

Apfelessig
Nichts tötet so schnell Bakterien und Keime ab wie Apfelessig. Und das macht ihn auch so wertvoll als Immunhelfer, denn schon in den Atemwegen töten die Essigdämpfe Krankheitserreger ab. Anwendung: Beim ersten Kratzen im Hals so oft wie möglich mit einer Mischung aus zwei Esslöffel Wasser und einem Esslöffel Apfelessig gurgeln.

Knoblauch
Allizin heißt der Inhaltsstoff, der die Antikörper-Bildung anregt. Studien zeigen, dass Knoblauchsaft mehr als 60 Pilz- und über 20 Bakterienarten abtötet. Anwendung: Bei Infekten täglich fünf Zehen essen oder ein gutes Knoblauchpräparat einnehmen.

Erdbeeren
Mehr als 300 Substanzen konnten Forscher bisher aus den roten Früchtchen isolieren. Dazu gehören ätherische Öle, Flavone, Pektin – und vor allem Katechine. Denn die binden Giftstoffe, helfen bei Magen-Darm-Infekten und senken auch Fieber. Weiterhin enthalten Erdbeeren mehr Vitamin C als Orangen. Anwendung: Bei Darm-Erkrankungen einen Erdbeertag zur Reinigung und Entschlackung einlegen.

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