Die Topinambur-Knolle gehört zur Familie der Korbblütler und hat ihr ursprüngliches Verbreitungsgebiet im Norden Amerikas von Kanada bis nach Tennessee. Die mehrjährige Pflanze erreicht eine Höhe bis zu drei Metern und bildet leuchtend-gelbe Blüten, die an die der Sonnenblume erinnern, aber von der Größe deutlich kleiner sind. Topinambur ist winterfest, verträgt Temperaturen bis zu minus 16 Grad Celsius und wird von Oktober bis April geerntet.

Ihren Namen \”Topinambur\” erhielt die Knolle, als ein Adliger im 17. Jahrhundert Vertreter des brasilianischen Indianerstamms der \”Topinambus\” als lebendiges Geschenk nach Paris mitnahm. Diese Ureinwohner hatten allerdings so ziemlich gar nichts mit der Pflanze zu tun.

Bis zu ihrer heutigen \”Renaissance\” als Heilmittel gegen Gesundheitsprobleme wie Übergewicht und Diabetes hat Topinambur einen langen, beschwerlichen Weg hinter sich, den der \”kanadische Erdapfel\” vom anfänglichen Modegemüse im 17. Jahrhundert bis hin zum Grundnahrungsmittel und sogar als Viehfutter hinter sich brachte.

Mittlerweile bieten Reformhäuser zum Beispiel Topinambur-Kautabletten an, die ein angenehmes Sättigungsgefühl hervorrufen und damit das Abnehmen erleichtern, da man bei den Mahlzeiten deutlich weniger an Essensmenge zu sich nimmt. Die Topinambur-Knolle ist sehr kalorienarm: 100 Gramm kommen gerade mal  auf 20 Kalorien. Die gleiche Menge an Spargel weist immerhin 1 Kalorie mehr auf, und Tomaten liegen mit 50 Kalorien weit über dem Doppelten. Fast 80 Prozent der Knolle besteht aus Wasser und weitere 15 Prozent aus unverdaulichen Ballaststoffen. Der Fettanteil beträgt nur 0,4 Prozent.

Viele Vitamine wie B1, B2, B6, C, D und Beta-Karotin, Mineralstoffe wie Natrium, Kalium und Kalzium, Spurenelemente als auch essentielle Aminosäuren machen die mild-nussig schmeckende Knolle zu einem vollwertigen und empfehlenswerten Grundnahrungsmittel. Sie enthält mehr Mineralstoffe als die Kartoffel und mehr Eisen als Spinat und sechsmal so viel Kalium wie die Banane. Ihr regelmäßiger Verzehr lässt uns stressunempfindlicher werden und regt unser allgemeines Wohlbefinden an, weil sich die Funktionen der inneren Organe verbessern. Es liegen wissenschaftliche Studien vor, die nachweisen, dass das Verspeisen von Topinambur die Kalziumaufnahme aus dem Darm steigert. Dadurch gelangt das Mineral über unseren Blutkreislauf in die Knochen, beeinflusst deren Dichte positiv und wirkt damit auch der Osteoporose entgegen.

Und gerade für Diabetiker wird die Topinambur empfohlen, denn das in ihr enthaltene Inulin wirkt als Ballaststoff und quillt im Magen-Darm-Trakt auf. So bleibt der Blutzuckerspiegel lange konstant, der Organismus gewöhnt sich an den niedrigeren Insulinspiegel und das durch Insulinschwankungen ausgelöste Hungergefühl fällt weg.

Da im rohen Zustand die zarte bräunliche Haut von der Knolle nur schwer abzuschälen ist, sollte man sie mit der Schale wie Pellkartoffeln garen. Danach kann die Haut leichter abgepellt werden. Ist es erst einmal geschält und zerkleinert, wird das weiße Fruchtfleisch durch Oxidation an der Luft ganz schnell dunkel, wenn man nicht sofort Zitronensaft oder Essig darüber träufelt oder es in Wasser aufbewahrt. Bei längerer Lagerung im Kühlschrank verlieren die Knollen viel Feuchtigkeit und werden schrumpelig. Legt man sie dann einige Zeit in kaltes Wasser, können sie sich zumindest zum Teil wieder regenerieren.

One Response to “Topinambur – natürlicher und inhaltsreicher Appetitzügler”

  1. on 04 Feb 2010 at 11:11Die Topinambur Manufaktur

    Wir empfehlen die Schale mitzuessen,da viele wertvolle Inhaltsstoffe unmittelbar darunter liegen. Eine gute Reinigung der Knollen mit der Bürste reicht!
    Topinambur kann roh, gebraten und gekocht und gebacken gegessen werden und kann sehr vielseitig verwendet werden.

    Es ist ein leider verkanntes, optimales Wintergemüse. Als Die Topinambur Manufaktur bieten wir auf unserer Website http://www.lindls.com noch ausführliche Informationen zum Thema

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