Natur-News kurz und knapp

Höhere Kalziumzufuhr verringert Krebsrisiko
Höchstwahrscheinlich erkranken Frauen seltener an Krebs, wenn sie größere Mengen Kalzium zu sich nehmen, z. B. in Milchprodukten oder als Nahrungsergänzungsmittel. Bei Männern ist dieser positive Effekt generell nicht feststellbar. Das ist das Ergebnis einer großangelegten Studie aus den Vereinigten Staaten vom National Cancer Institute. Dabei wurden Daten von fast 300 000 Männern und rund 200 000 Frauen ausgewertet, die einige Jahre regelmäßig über ihre Ernährungsgewohnheiten und die Verwendung von Nahrungsergänzungsmitteln berichteten.
So ergab dann die Auswertung, dass bei den Frauen eine höhere Aufnahme von Kalzium mit einem niedrigeren Risiko, an Krebs zu erkranken, in Verbindung stand. Allerdings galt diese Feststellung nur bis zu einer Aufnahme von bis zu 1300 mg Kalzium täglich, höhere Dosen hatten keine Auswirkung mehr auf die Reduzierung des Krebsrisikos. Vor allem fiel auf, dass die vermehrte Kalziumaufnahme zu einer niedrigeren Erkrankungsquote an Dickdarmkrebs führte. Offenbar kann Kalzium ein übermäßiges Zellwachstum verhindern und dieses darüber hinaus an Fettsäuren und Gallenflüssigkeit binden, was sich schützend auf die Darmzellschicht auswirkt.

Herzerkrankungen und Parodontitis hängen genetisch zusammen
Forscher der Christian-Albrechts-Universität in Kiel haben festgestellt, dass es einen genetischen Zusammenhang zwischen Erkrankungen des Zahnfleisches und Herzanfällen gibt. So wurde nachgewiesen, dass eine genetische Mutation bei Menschen mit Parodontitis als auch Herzanfall-Patienten vorkommt.
So sollte eine Zahnfleischerkrankung von den Betroffenen sehr ernst genommen und möglichst früh behandelt werden. Beide Erkrankungen weisen die gleichen Risikofaktoren auf: Diabetes, Rauchen und Fettsucht. Eine Theorie geht davon aus, dass die bei Zahnfleischerkrankungen auftretenden Bakterien eine Entzündungsreaktion im Körper auslösen, die wiederum die Arterien verändert und später zu Schlaganfällen und Herzinfarkten führen kann. Eine zweite Theorie vermutet, dass die Bakterien einen negativen Einfluss auf die Erweiterung der Blutgefäße haben.

Frauen haben ein besseres Immunsystem als Männer
Zu dem Ergebnis, dass Frauen Krankheiten besser abwehren als Männer, ist eine Studie der McGill-Universität im kanadischen Montreal gelangt. Die Wissenschaftler fanden dabei heraus, dass das weibliche Sexualhormon Östrogen dem weiblichen Immunsystem zusätzliche Energie zur Bekämpfung von Infektionen verleiht. Also können Männer jetzt auch wissenschaftlich begründen, warum sie bei Erkältungen mehr leiden als das weibliche Geschlecht.

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