Auch wenn sie nicht gerade überwältigend schmeckt, Stutenmilch ist eine uralte und wertvolle Naturmedizin. Vor allem Nomadenvölker im Osten Europas und Mittelasiens sahen Stutenmilch als das Getränk für Gesundheit und ein langes Leben an. Und auch in der Antike galt Stutenmilch als Heilmittel. Doch was ist so besonders und gesund an dieser Milch?

Stutenmilch ist eine fettarme, so genannte Albumin-Globulin-Milch. In ihrer Zusammensetzung kommt sie der Muttermilch am nächsten. Sie verfügt über einen hohen Anteil an essentiellen Aminosäuren wie Lysin, Tryptophan, Methionin sowie über ungesättigte Fettsäuren. Durch diese Inhaltsstoffe werden unser Herzmuskel, das Muskelgewebe, die Magen- und Darmschleimhäute und unser zentrales Nervensystem positiv beeinflusst. Und auch die Gefäßwände werden gegen zu früh einsetzende Arteriosklerose geschützt.

Stutenmilch stärkt darüber hinaus auch den Verdauungsprozess und pflegt die Darmflora, die Funktion der Leber und der Bauchspeicheldrüse. Neben den Vitaminen A, C, B1, B2, B6, B12 und E enthält die Milch auch wichtige Mineralien wie Kalzium, Magnesium sowie die Spurenelemente Kupfer, Selen, Eisen, Phosphor und Mangan.

Diese Wirkstoffe sind für unsere Gesundheit jedoch nur nutzbar, wenn die Stutenmilch von höchster Qualität ist, d. h. die Tiere müssen bei optimaler Pflege auf biologisch versorgten Weiden (d. h. abseits von Industrieanlagen und Autostraßen) aufwachsen und auch regelmäßig medizinisch kontrolliert werden. In ihrem Futter dürfen keine chemischen Zusätze enthalten sein.

Neueste internationale Forschungen weisen vor allem auf die gesundheitliche Wirkung der Stutenmilch bei Fettstoffwechselstörungen, Magen- und Darmerkrankungen, Stoffwechselproblemen, Immunschwäche, Krebsnachbehandlung sowie chronischen Lebererkrankungen hin.

Nach den Informationen des Bundesverbandes Deutscher Stutenmilcherzeuger e. V. (www.bvds.info) gibt es in Deutschland ca. 40 Stutenmilchbetriebe, darunter einige, die Haflinger als Milchproduzent einsetzen, da diese als genügsam, sehr umgänglich, robust und vielseitig einsetzbar gelten.

Nachfolgend finden Sie Stutenmilchhöfe, die auch im Internet vertreten sind:

4 Responses to “Stutenmilch – traditionsreiches Heilgetränk”

  1. on 29 Dez 2009 at 16:49Roland Tennie

    Ich arbeite sehr erfolgreich mit den Stutenmilch Tabletten der Firma Darssnaturalis.

  2. on 21 Jan 2010 at 11:24Weitere Stutenmilch

    Neben konvetioneller Stutenmilch gibt es auch ökolisch hergestellte Stutenmilch aus Deutschland.
    Bio-Stutenmilch gibt es z.B. hier:

    CRIOLLA Stutenmilch Naturkosmetik – http://www.criolla.de/

    Zollmann`s Stutenmilch, Kurgestüt Hoher Odenwald – http://www.kurgestuet.de

  3. on 25 Jun 2010 at 20:11AnneS

    Ein toller Artikel über Stutenmilch, leider wird viel zu wenig darüber berichtet. Ich würde mich freuen, wenn Sie mehr darüber bringen.
    Ich habe es auch schon probiert und schwöre auf die gefrorene native Stutenmilch. Man sollte aber unbedingt darauf achten, dass man Demeter oder Bio Stutenmilch bekommt und das sie unbehandet als Vorzugsmilch produziert wird.
    Meine Haut- und Darmbeschwerden sind nach einigen Wochen Sutenmilchkur verschwunden und sie sind nicht wiedergekommen. Auch unser Nachwuchs bekommt die Stutenmilch seit ich nicht mehr stillen kann. Sie gedeiht bestens.
    LG an die Redaktion

  4. on 17 Aug 2010 at 13:44Stutenmilch

    Kann mich AnneS nur anschließen, danke für den Artikel! Der leicht nussige und süßliche Geschmack der Stutenmilch ist am Anfang vielleicht etwas ungewohnt, aber schon nach kurzer Zeit hat man sich daran gewöhnt. Vor allem, dass die Stutenmilch nicht im Mund schleimt wie beispielsweise Kuhmilch ist sehr angenehm.

Impressum
Nutzungsbedingungen