Gerade jetzt im Herbst und Winter schmecken sie besonders gut, Dörrfrüchte wie Apfelringe, Aprikosen, Zwetschgen, Birnen oder Rosinen. Doch sind in ihnen auch noch ausreichend Vitamine und weitere Inhaltsstoffe vorhanden?

Mit Dörren oder Trocknen ist es möglich, Obst aus unseren Breitengraden, aber auch exotische Früchte sowie Gemüse oder auch Kräuter, auf relativ schonende Art über längere Zeit und ohne Kühlung haltbar zu machen. Dabei spielt es beim Dörren eine wichtige Rolle, den Trockenvorgang möglichst schnell und gleichmäßig ablaufen zu lassen, um das Wasser optimal aus den Früchten zu entziehen.

Unter \“optimal\“ ist damit nicht ein vollständiger Feuchtigkeitsentzug gemeint, denn mit ein bisschen Restwasser schmecken die Früchte deutlich besser als knochentrocken. Bei der Lagerung sollten Sie darauf achten, dass sich kein Schimmel bildet oder Sie verzehren die Früchte relativ schnell. Bei Pilzen und Kräutern ist ein komplettes Durchtrocknen empfehlenswert.

Durch das Trocknen entsteht in den gedörrten Früchten ein Konzentrat an Vitaminen und Mineralien, was sich auch am wärmeempfindlichen Vitamin C zeigt. Besonders die Kaliumwerte steigen deutlich an. Und gerade dieses Mineral übt einen großen Einfluss auf den Herzmuskel aus, denn ein Zuwenig an Kalium in unserem Organismus gilt als Risikofaktor für das Herz-Kreislauf-System.

Was den Gesundheitsfaktor bei Dörrfrüchten etwas trübt, ist die oft durchgeführte Schwefelung. Schwefel zählt zu den ältesten bekannten Antioxidantien. Seine Vorteile: Er bewahrt zum Beispiel Ascorbinsäure vor Oxidation, stabilisiert die Farbe von Obst als auch Gemüse und verhindert somit die enzymatische Bräunung von Obst, Kartoffeln und anderen Früchten und Gemüsen. Geschwefelte Aprikosen behalten daher ihre appetitliche goldgelbe Farbe, wohingegen ungeschwefelte braun und unansehnlich werden. Aber nicht nur das: Der Verlust an Farben bringt auch ein Weniger an bioaktiven Substanzen wie Flavonoide, Carotine oder Anthocyane und damit auch Geschmacksverluste.

Obwohl Schwefel in jeder von unseren Körperzellen vorkommt, gilt er in gedörrten Früchten besonders für Kinder als ungesund. Schwefeldioxid (E 220) und die Verbindungen (E 221 bis 228) werden als gesundheitsschädigend eingestuft. Dennoch kauft immer noch die Mehrheit der Verbraucher geschwefelte und damit schön aussehende Aprikosen statt ungeschwefelte und braune. Dennoch überwiegt auch bei den geschwefelten Früchten immer noch der Gesundheitsfaktor. Dennoch sollte man nicht zu viel von getrockneten Früchten essen, denn sie enthalten auch mehr Zucker als das frische Obst.

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