Schon die Inkas verzehrten dieses Korn vor mehreren tausend Jahren, denn es lieferte ihnen Energie und stärkte zugleich ihr Immunsystem. Diese Vorzüge kann die moderne Wissenschaft durch Untersuchungen nur bestätigen: Das Quinoa-Korn überzeugt durch einen hohen Nährstoffgehalt und eine besonders günstige Zusammensetzung.

Quinoa weist einen hohen Gehalt an Eiweiß, Kalzium, Magnesium, Eisen, Vitamin B1, B2, C und E auf und übertrumpft damit andere Getreidearten wie z. B. Weizen. Gerade das in dem kleinen nussig schmeckenden Korn enthaltene Eiweiß ist sehr wertvoll, da Quinoa auch noch lebenswichtige Aminosäuren enthält, die unser Organismus nur über die Ernährung erhält.

Quinoa steigert auch die gute Laune, denn aus dem vorhandenen Tryptophan kann im Gehirn das Glückshormon Serotonin gebildet werden. Gerade in sonnenarmen Jahreszeiten sollte Quinoa auf den Speiseplan, um die typische Winterdepression oder – niedergeschlagenheit zu umgehen.

Außerdem finden Menschen, die unter einer Gluten-Allergie (Zöliakie) leiden, in dem glutenfreien Korn eine gesunde Alternative zu den herkömmlichen Produkten.

Wer sich also gesund und ausgewogen ernähren will, für den ist Quinoa das ideale Lebensmittel. Auch Veganer und Vegetarier sollten Quinoa regelmäßig verzehren, da es den Organismus mit Eiweiß, Eisen und anderen Mineralien versorgt, die hauptsächlich in tierischen Produkten enthalten sind.

Sie können Quinoa in Ihrer Küche unterschiedlich einsetzen: Eine klassische Zubereitung ist Quinoa gekocht als Beilage – sozusagen als Reisersatz. Sie können das ausgequollene Korn sehr gut in Aufläufen, Pfannengerichten oder Eintöpfen einbauen.

Eine weitere Verzehrvariante sind Quinoa-Sprossen. Sie  liefern im Vergleich zu der ausgewachsenen Pflanze eine konzentrierte Dosis an Mineralien und Vitaminen und viele Ballaststoffe. Da beim Keimvorgang die Kohlenhydrate des Samenkerns in Glukose und Fruchtzucker, Fette in Fettsäuren und Eiweiße in einzelne Aminosäuren gespalten werden, kann der Darm diese Nährstoffe viel leichter aufnehmen. Darüber hinaus hemmen die Sprossen Entzündungen, sind der Verdauung förderlich und können den Blutdruck und Cholesterinspiegel positiv beeinflussen.

Keimlinge herzustellen geht sehr schnell und einfach, da die Körner schon über Nacht im Keimgerät zarte Sprossen bilden.

Bevor Sie Quinoa zubereiten, sollten Sie das Korn wegen der möglichen Saponinrückstände gründlich unter fließendem Wasser waschen, indem Sie die Körner zwischen den Händen hin und her reiben. Diesen Vorgang solange wiederholen, bis das Wasser nicht mehr schäumt. Saponine sind pflanzliche Glykoside, die sich auf der Schale der Körner befinden und mit Wasser eine stark schäumende Verbindung eingehen. Sie schützen die Pflanze vor Schädlingen und schmecken bitter.

Neben Reis-Ersatz und Sprossen können Sie Quinoa auch als Mehl zum Backen von Broten, Kuchen und Plätzchen verwenden. Die Backwaren gelingen besonders gut, wenn Sie Quinoa-Mehl mit einer anderen Mehlsorte, die glutenhaltig ist, mischen. Menschen mit Zöliakie sollten nur das reine Quinoa-Mehl einsetzen.

Sie erhalten Quinoa in jedem gut sortierten Reformhaus oder Bioladen, aber auch im Internet in zahlreichen Online-Shops.

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