Matzenbrot oder Matze (das Wort kommt aus dem hebräischen Sprache) gehört zu den ältesten Brotsorten der Welt. Die dünnen Brotfladen werden nur aus einer der Getreidesorten Weizen, Dinkel, Roggen, Hafer oder Gerste zusammen mit Wasser, aber ohne die Beimischung von Treibmittel, gebacken.

Es wird schon in der Bibel erwähnt, dass 1500 v. Chr. das israelische Volk bei seiner Flucht aus der ägyptischen Unterdrückung von Gott die Anweisung erhielt, nichts Gesäuertes zu verzehren. Matzen werden noch heute in der Pessah-Woche von Juden zur Erinnerung an die Befreiung aus Ägypten verspeist. Aber auch in der christlichen Religion wird ungesäuertes Brot gegessen, so z. B. die Hostie bei der Abendmahlsfeier.

Die in gut sortierten Reformhäusern erhältliche Matze besteht meistens aus Weizen-Vollkornmehl, aus dem mit Wasser ein Teig ohne weitere Zusätze wie Fett, Zucker, Salz, geschweige denn chemische Substanzen, angerührt und zu einem dünnen sowie fast gewichtslosen Brot gebacken wird. Bei sehr hoher Temperatur (ca. 500 °C) beträgt die Backzeit gerade mal 35 Sekunden. Dadurch verdampft auch die gesamte Feuchtigkeit und macht das Brot lange haltbar.

Matzenbrot gibt es in waffelähnlichen rechteckigen Scheiben als auch in Form runder Cracker. Sein Ballaststoffanteil ist sehr gering. Daher eignet sich das Brot vor allem für Schonköstler, die ihren empfindlichen Magen oder Reizdarm wieder zur Ruhe bringen wollen. Da es ohne Salz hergestellt wird, entlastet es die Nierentätigkeit und fördert die Blutdrucksenkung. Auch für Menschen, die auf zahlreiche Nahrungsmittel und Zusatzstoffe mit Unverträglichkeit und Allergien reagieren, ist das Matzebrot eine gesunde Alternative.

Da es sehr trocken ist, sollten Sie Matzebrot am besten zusammen mit Frischkäse, Quark oder Joghurt verspeisen.

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