Renate Petra Mehrwald: Bernstein & Heilkreide. Fossile Heilmittel, altes Wissen, neues Denken, universelles Bewusstsein; Serafinabox 2009, www.serafinabox.de..

In unserer zeitgenössischen Medizin spielt Bernstein mittlerweile kaum eine Rolle mehr, während er in östlichen Ländern wie Litauen oder Polen immer noch als Naturheilmittel eingesetzt wird.

Auch in der Natur– und Volksheilkunde wurde das versteinerte Harz als Allheilmittel angewandt. Man sagte ihm desinfizierende und harmonisierende Kräfte nach, setzte ihn z. B. bei Verletzungen ein, indem man fein zerstoßenes Bernsteinpulver auf die offene Wunde streute. Darüber hinaus soll das Trinken von Bernsteinwasser Beschwerden bzw. Entzündungen im  Magen-Leber- als auch im Galle-Darm-Bereich lindern.

Folgende Bernsteinprodukte sind in der Natur- und Volksheilkunde bekannt:

Bernsteinöl: Bernsteinöl entsteht während der Trockendestillation von Naturbernstein. Es hat einen ausgeprägten Bernsteingeruch. Man wendet es bei Verbrennungen, schlecht heilenden Wunden und auch als Massage-Öl.

Bernsteinpulver: Das nicht wasserlösliche Pulver kommt sowohl äußerlich wie innerlich zur Anwendung und wird Salben, Ölen und Cremes beigemischt. Generell werden Salben mit Bernsteinzusätzen gut vertragen, sie wirken desinfizierend bei Allergien und Akne. Für die innerliche Anwendung wird Bernsteinpulver in Speiseöl oder auch Honig eingerührt.

Bernstein-Schnaps und Bernstein-Tinktur: Bernstein-Schnaps entsteht durch in Wodka eingelegter Rohbernstein, der im hochprozentigen Alkohol ständig leicht angelöst wird und dabei harzige und ätherische Substanzen an den Alkohol abgibt. Der Schnaps wird gegen Magen-Darm-Beschwerden getrunken. Bei Rheuma oder Zerrungen wird Bernstein-Tinktur auch äußerlich angewendet, mit getränkten Umschlägen.

Bernsteinwasser: Bernsteinwasser entsteht durch das Einlegen von kleineren Bernsteinen in ein Glas Wasser, das über Nacht zugedeckt ziehen soll. Die Steine sollten vor dem Bedecken mit Wasser von der Morgen- oder Nachmittagssonne einige Stunden beschienen werden und sich dabei energetisch aufladen. Das Wasser empfiehlt sich für die innere Reinigung sowie bei Gelenks-, Sehnen- oder Nervenentzündungen. Noch wirkungsvoller für eine kurmäßige Anwendung ist die Auflösung von Bernsteinsäurekristallen in Wasser.

Beim Kauf von Naturbernstein sollten Sie sehr genau auf die Bezeichnung der Steine achten. Als Rohbernstein wird unbehandelter Bernsteinfund bezeichnet, meistens ist er noch mit einer rauen Verwitterungsrinde umgeben; beim Seebernstein kann diese Schicht durch die Schleifkraft des Meeres schon verschwunden sein, sodass die typisch goldgelbe Farbe bereits sichtbar ist.

Naturbernstein ist ein ursprünglicher Bernstein, der naturbelassend bearbeitet (geschliffen, gedrechselt, poliert usw.) wurde, aber nicht erhitzt, druckbehandelt, geklärt oder farblich verändert ist, während Echter Bernstein schon durch Erhitzung und Pressung aufbereitet wurde. Er wird vor allem für die Produktion von Bernsteinschmuck verwendet.

Gerade im Internet finden Sie zahlreiche Bernsteinprodukte in unterschiedlichen Online-Shops. Die wichtigsten seien hier aufgeführt:

2 Responses to “Bernstein als natürliches Heilmittel”

  1. on 21 Mai 2010 at 08:45Carla

    Das ist ja interessant!
    Wer Probleme hat, das Bernsteinöl zu besorgen, kann auch zu Schwarzkümmelöl greifen.

  2. on 04 Okt 2013 at 10:12Vaida

    guten Tag,
    ich möchte Ihnen Bernsteinstaub anbieten.
    Wir produzieren und verkaufen guten Staub aus Bernstein. Dieser Staub ist sauber und man kann den für Kosmetik verwenden.
    ich warte auf Ihre Antwort.
    herzliche Grüße
    Vaida

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