Bei sinkenden Temperaturen im Herbst und Winter arbeitet unser Stoffwechsel verlangsamt, unser Körper wird weniger durchblutet und von Kopf bis Fuß schlechter mit Sauerstoff versorgt. Die Folge: Wir leiden häufiger unter Erkältungen, fühlen uns fröstelig und schlapp.

Das beste Gegenmittel sind warme Bäder, die die Körpertemperatur kurzzeitig hochpuschen und auch gezielt Beschwerden lindern. Hier finden Sie einen kleinen Überblick über die besten Bäder für die kalte Jahreszeit:

Majoranbad für einen ruhigen Schlaf
Gegen nervösen Schlaf, Aggressionen und schmerzende Füße hilft ein Majoranbad. Der angenehm herbe Duft sorgt selbst bei sehr hibbeligen Menschen für Totalentspannung. 15 Tropfen Majoranöl (Reformhaus) und ein Esslöffel Sahne ins Wasser mischen. Die optimale Wassertemperatur liegt bei 30 °C, das Bad sollte nicht länger als 20 Minuten dauern.

Essigbad für starke Nerven
Apfel- oder Weinessig ist ein preiswerter Badezusatz, der die Nerven stärkt und den Kopf wach macht. Schöner Nebeneffekt: Die Säure unterstützt den natürlichen Abschuppungsprozess der Haut, wirkt dadurch glättend und leicht straffend. Das Bad sollte allerdings nicht länger als acht Minuten dauern. Ins Badewasser 1 Tasse Essig geben.

Ingwerbad gegen Grippe
Kein Winter ohne Husten und Schnupfen – jedenfalls geht es den meisten Menschen so. Aber wer rechtzeitig in die heiße Wanne steigt, kann jede drohende Erkältung stoppen. Mediziner haben festgestellt, dass bei einer durch heißes Wasser erhöhten Körpertemperatur auf 39,4 °C die Zahl der weißen Blutkörperchen, die die Infektion bekämpfen, in fünf Stunden um das Dreifache ansteigt. Für ein \“Grippebad\“ ca. 20 Gramm Ingwerpulver (aus dem Reformhaus) ins Badewasser geben, dadurch hält sich die Wärme länger im Körper. Badetemperatur: 40 °C, Dauer: 20 Minuten. Wenn man sich zittrig oder schwindlig fühlt, das Bad vorher beenden.

Rosenbad gegen depressive Verstimmungen
Jeder dritte Erwachsene leidet im Winter an depressiven Verstimmungen, ist reizbar und niedergeschlagen. Ursache ist in den meisten Fällen ein Mangel an Sonnenlicht, das der Körper braucht, um Wohlfühlhormone zu bilden. Das beste Gegenmittel: Rosenduft. Er kann noch helfen, wenn einem eigentlich nur noch zum Heulen zumute ist. Aus der Aromatherapie weiß man, dass Rosenöl besser als jeder andere Duft Gefühlsschwankungen ausgleichen und depressive Stimmungen aufhellen kann. Einfach 10 Tropfen Öl  und ein Esslöffel Sahne ins Badewasser geben. Temperatur: 39 °C. Dauer: 10-12 Minuten. Schon nach wenigen Sekunden gelangen die Duftmoleküle über den Geruchssinn direkt ins Gehirn. Von dort breitet sich wohlige Entspannung und Zufriedenheit aus.

One Response to “Die besten Heil- und Entspannungsbäder für die kalte Jahreszeit”

  1. on 11 Nov 2009 at 09:06Wolfgang Hammel

    Hallo,
    die Anwendungsbereiche sind hier zwar zutreffend beschrieben, allein die Dosierungsempfehlungen sind zu großzügig gehalten. 15 Tropfen Majoranöl für ein Fußbad sind sicherlich zuviel. Hier sind max. 5 Tropfen Majoran und 5 Tropfen Lavendel eine gute Alternative. Wichtig ist auch, dass man den echten Majoran, nämlich Origanum majorana nimmt(bei einem guten Öl steht das auf dem Etikett). Kauft man z.Bsp. Spanischen Majoran, Thymus masticina, der ein Thymian ist, könnte dessen Anwendung eher anregend als beruhigend wirken. Auch beim Rosenöl ist die Dosierung eindeutig zu hoch. Hier dürften zwei drei Tropfen, vielleicht in einer Mischung mit anderen Ölen wie Bergamotte oder Grapefruit genügen. Es ist schießlich auch eine Kostenfrage. 10 Tropfen Öl würden etwa 1/2 ml entsprechen. 1ml pures Rosenöl kosten zurzeit zwischen 25 und 40 Euro. Das wäre ein ziemlich teurer Spaß. Alternativ könnte man hier an die preiswertere, ähnlich wirkende, Rosengeranie denken.

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