Hoodia (auch Hoodia gordonii) ist eine sukkulente Pflanze, die in den Wüsten des südlichen Afrikas gedeiht. Ihr Hauptvorkommen liegt in der Namibischen Kalahari-Wüste. Dort wächst sie auf sandigem Untergrund, gelegentlich auch auf Felsen. Hoodia überlebt ein Jahr ohne Wasser und kann bis zu vierzig Jahre alt werden. Ihre Blüte wird auch als Aas-Blume bezeichnet, da sie nach verwesendem Fleisch riecht. Dieser Gestank lockt Fliegen an, die ihre Eier dort ablegen und dabei die Pflanze bestäuben.

Schon der Stamm der Khoi-San schätzte diese Pflanze für ihre appetithemmende Wirkung. Gerade in Dürrezeiten und auf mehrere Tage dauernden Jagden verzehrten die Khoi-San die leicht bitter schmeckenden Sprosse der Hoodia-Pflanze, um ihren Hunger und Durst zu unterdrücken. Darüber hinaus wurde die Pflanze von den Einheimischen gegen Husten als auch Erkältungen eingesetzt.

Doch die immer größer werdende Nachfrage lässt den Bestand der Hoodia drastisch sinken. In Südafrika selbst steht die Sukkulente unter Naturschutz, im Jahr 2004 wurde sie auch international unter Artenschutz gestellt.

Da die Wildbestände durch den exzessiven Raubbau kaum noch für die pharmazeutische Produktion genutzt werden können, wird Hoodia mittlerweile auch kultiviert. Unter diesen verbesserten äußeren Bedingungen wächst die Pflanze dann auch doppelt so schnell wie die in der freien Natur vorkommende Hoodia. Experten bezweifeln daher, dass die Wirkstoffe in den Zucht-Hoodia deutlich geringer sind als bei ihren \“wilden Schwestern\“.

Dennoch ist der Umsatz von Hoodia-Produkten vor allem in Internet sehr hoch. Wenn Sie mit dem Stichwort \“Hoodia\“ im WorldWideWeb googlen, werden Ihnen zahlreiche Internet-Shops, die Hoodia-Präparate anbieten, aufgelistet. Mittlerweile gibt es mehr als 30 Präparate auf dem Markt, darunter auch einige minderwertige. Sollten Sie Zweifel an der Qualität des Produktes haben, sich dennoch für eine Kur mit Hoodia interessieren, ist die Apotheke vor Ort die bessere Alternative. Dort kann man Sie zu diesem Produkt persönlich beraten.

Achten Sie beim Kauf von Hoodia-Präparaten, dass sie von seriösen Händlern stammen und nicht gegen die bestehende Aus- bzw. Einfuhrgenehmigungspflicht der EU verstoßen.

Hoodia-Präparate werden hauptsächlich als Kapseln angeboten. Wenn Sie selbst mit Hoodia Ihr Gewicht reduzieren wollen, dann informieren Sie sich ausführlich über Dosierungsanweisungen und mögliche Nebenwirkungen. Ebenfalls sollten Sie den Rat eines Arztes hinzuziehen. Denn Überdosierungen führen zu Übelkeit und trockenem Mund, also sehr unangenehme Begleiterscheinungen.

Leiden Sie unter Diabetes, müssen Sie bei Einnahme eines Hoodia-Präparates die Dosierung Ihre Diabetes-Medikamente neu einstellen, da durch die Verminderung der Esslust weniger \“schnelle\“ Kohlenhydrate wie Zucker oder Stärke ins Blut gelangen. Auch hier sollte ein Arzt oder Ernährungsberater herangezogen werden.

3 Responses to “Hoodia – pflanzliche Appetitbremse aus der Wüste”

  1. on 03 Nov 2009 at 13:21Daniela Gruber

    Gut gepostet – bin mal gespannt auf die anderen Kommentare, was da noch alles geschrieben wird.

  2. on 25 Nov 2009 at 07:27Birger

    Danke für diesen wirklich sehr interessanten Artikel. Von Hoodia habe ich wirklich noch nie etwas gehört. Und das, obwohl ich mich auch mit dem Thema Ernährung auseinander setze, zumindest dachte ich das immer. Eine Frage würde mich jedoch interessieren: ist Hoodia (abgesehen von den genannten Nebenwirkungen) gefährlich? Ich meine, kann man seinen Appetit damit so sehr zügeln, dass man am Ende unter Mangelerscheinungen leidet?

    Viele Grüße und nochmals Danke für den spannenden Beitrag
    Birger

  3. on 27 Okt 2010 at 14:38Jens

    Ich habe genauso wie Birger noch nichts von Hoodia gehört und die Frage ob sie gefährlich ist würde mich auch interessieren. Hat vielleicht jemand Antwort? Jens

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