Natur-News kurz und kompakt

Gut für die Blase
Der Gewürzsumach (Rhus aromatica) stammt aus Amerika. Seine Rinde enthält Gerbstoffe, die antimikrobiell und entzündungshemmend wirken. Gut erforscht ist seine Anwendung bei Reizbeschwerden der Blase wie häufigem Harndrang und einer Neigung zu Harnwegsinfekten. Studien zeigen, dass Fertigpräparate mit dem wässrigen Heilpflanzen-Extrakt verhindern können, dass sich krank machende Keime in der Blasenwand festsetzen. Produkte zur Linderung der Reizblase enthalten Gewürzsumach oft in Kombination mit Kürbis und Hopfenzapfen-Extrakt.

Rohkost raspeln oder gut kauen
Wer die gesunden Inhaltsstoffe eines Rohkostsalats optimal aufnehmen will, sollte sich beim Essen Zeit lassen und gründlich kauen. Auch Raspeln leistet gute Vorarbeit und macht die Wirkstoffe von Obst und Gemüse leichter verwertbar. Als besonders wertvolle Mischung empfiehlt der Deutsche Wellness-Verband in Düsseldorf einen Mix aus geraspelter Roter Bete, Möhre, Topinambur, Apfel und Quitte.

Heilpflanzen mit Tradition
Einige unserer beliebtesten Heilkräuter besitzen eine jahrtausendelange Tradition. Forscher um Patrick McGovern von der Universität Pennsylvania (USA) haben in mehr als 5000 Jahre alten Gefäßen aus dem Grab des ägyptischen Pharaos Skorpion I. (rund 3150 v. Chr.) Spuren von Melisse, Koriander, Minze und Salbei entdeckt. Die Wissenschaftler vermuten, dass die alten Ägypter Wein mit zerriebenen Kräutern versetzten, um sich bei Krankheiten Linderung zu verschaffen.

Zeckenalarm im Grünen
Etwa jede dritte Zecke ist mit dem Bakterium Borrelia burgdorferi infiziert, dem Erreger der Lyme-Borreliose. Zudem sind 163 Kreise in Deutschland seit Mai 2009 als Risikogebiete für die Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) ausgewiesen, eine von Zecken übertragene Viruskrankheit. Im Fall eines Zeckenstichs sehen Experten zwar keinen Grund zur Panik. Wie die Münchner Hautärztin Professor Heidelore Hofmann auf einem Ärztekonkress in Wiesbaden betonte, liege drei Tage nach einem Zeckenstich das Übertragungsrisiko für die Erreger der Borreliose bei etwa 20 Prozent. Das FSME-Virus kann jedoch bereits innerhalb weniger Stunden in das Blut gelangen. Empfehlung: den Körper nach jedem Aufenthalt im Grünen gründlich nach Zecken absuchen – und diese gegebenenfalls schnell entfernen.

Magenschutz mit Brokkoli-Sprossen
Wer regelmäßig Brokkoli-Sprossen isst, tut seinem Magen etwas Gutes: Wie Forscher der Johns-Hopkins-Universität in Baltimore (USA) in dem Fachblatt Cancer Prevention Research berichten, hemmt die in den Sprossen enthaltene Substanz Sulforaphan die Vermehrung des schädlichen Magenbakteriums Helicobacter pylori und schützt so vor Magengeschwüren, Gastritis und Magenkrebs. 25 infizierte Personen hatten acht Wochen lang täglich 70 Gramm frische Brokkoli-Sprossen verzehrt. Danach war der Keimbefall um 40 Prozent verringert. Bei der Kontrollgruppe, die Alfalfa-Sprossen aß, die kein Sulforaphan enthalten, blieb er unverändert.

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