Natur-News kurz und kompakt

Tanzen – tatsächlich ein Jungbrunnen
Links, zwo, drei und Wiegeschritt – wer tanzt, hat nicht nur Freude und sorgt für körperliche Fitness, sondern verzögert auch den Alterungsprozess. Das belegen erste Studienergebnisse der Ruhr-Universität Bochum. Das Besondere am Tanzsport, so der Neurologe Prof. Dr. Hubert Dinse, ist das \“Zusammenwirken von körperlicher Aktivität mit Musik, Rhythmusgefühl und sozialen Kontakten\“. Auch die Verbindung mit emotionalen sowie erotischen Komponenten spiele eine Rolle. \“Tänze fördern alles, was für Körper und Gehirn im Alter wichtig ist.\“

Balsam für den Rachen
Die Wilde Malve zählt zu den ältesten bekannten Heilpflanzen. Ihre Blüten und Blätter enthalten große Mengen an Schleimstoffen, deren reizlindernde Wirkung bei trockenem Reizhusten, Heiserkeit und Halsschmerzen hilft: Der Schleim legt sich wie eine Schutzschicht auf die Mund- und Rachenschleimhaut. Wegen ihres Gerbstoffgehalts hilft die Malve zudem bei leichteren Magen-Darm-Beschwerden. Da Schleimstoffe temperaturempfindlich sind, kann man die geschnittenen Blüten und Blätter mit kaltem Wasser übergießen, zwei Stunden ziehen lassen und kurz aufkochen. Auch manche Hustentees enthalten Malvenblüten.

Ein Heilkraut für die Blase
Die Echte Goldrute wird bis zu einem Meter hoch und trägt goldgelbe, traubig angeordnete Blütenköpfchen. Medizinisch verwendet werden die zur Blütezeit gesammelten oberirdischen Pflanzenteile. Goldrutenkraut enthält Flavonoide und Saponine mit harntreibender, krampflösender und entzündungshemmender Wirkung. Es ist Bestandteil zahlreicher Teemischungen und Fertigpräparate zur Behandlung von entzündlichen Harnwegsinfekten, Harnsteinen und Nierengrieß. Auch bei Reizblase mit vermehrtem Harndrang sowie Schmerzen und Brennen beim Wasserlassen werden Goldrutenextrakt gute Erfolge zugesprochen.

Geben Sie Diabetes keine Chance!
Acht Millionen Deutsche sind Diabetiker vom Typ II, dem früher auch sogenannten Alters-Diabetes. Sie haben zu viel Traubenzucker (Glukose) im Blut. Durch zu wenig Bewegung und falsche Ernährung nehmen ihre Zellen nur wenig Glukose als Energiestoff auf. Folge: Der Blutzucker ist zu hoch, schädigt auf Dauer feine Adern und Nerven. Aber Diabetes kann man sehr gut vorbeugen. Die besten Mittel dazu: bewegen und richtig essen. Neue Studien zeigen, wie effektiv das ist. Und sie macht Mut, es anzugehen.

So schnell wie möglich aktiv werden: Das raten Forscher aus Finnland und den USA. Sie fanden Ermutigendes heraus: Es ist besonders der leichte Ausdauersport, der uns vor Diabetes schützt. Und wenn man die Erkrankung schon hat, kann man ihren Verlauf verzögern oder sogar stoppen. Mediziner empfehlen vor allem Walken, Nordic Walking, Joggen, viel Radfahren und Schwimmen.

Tipps für den Anfang: Bereiten Sie sich langsam auf höhere Belastungen vor. Gehen Sie erst etwa vier Wochen täglich 45 Minuten spazieren. Steigern Sie von Tag zu Tag oder Woche zu Woche ein wenig das Tempo. Sie werden merken, wie Ihr Körper mitzieht und immer mehr schafft, ohne dass Sie aus der Puste kommen. Ein effektiver Diabetes-Schutz ist laut Studien erreicht, wenn Sie drei-bis viermal pro Woche 30 bis 45 Minuten walken, laufen oder schwimmen – je nachdem, was Ihnen am meisten Spaß bringt.

Gesunder Ballast auf dem Speiseplan: Ballaststoffe sind die zweite Säule der Vorbeugung. 18 Studien – unter anderem am Deutschen Institut für Ernährungsforschung Potsdam-Rehbrücke – zeigen: Wer täglich Vollkornbrot oder -müsli isst, senkt sein Risiko um ein Drittel Wer nicht so gern Körner futtert, setzt Hülsenfrüchte wie Erbsen auf den Speiseplan. Wie viel Ballaststoffe nötig sind? Auch darauf geben die Studien eine Antwort: täglich 20 Gramm. Und das schaffen Sie schon mit einer Portion Vollkorn-Müsli oder vier Scheiben Roggenvollkornbrot.

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