Kurkuma oder Gelbwurz, ein wichtiger Bestandteil von Curry, spielte schon vor mehr als 3 Jahrtausenden eine wichtige Rolle in der Ayurveda-Medizin bei der Behandlung von Oberbauchbeschwerden und Durchfall. Vor ungefähr 2500 Jahren wurde sie von arabischen Händlern auch nach Europa gebracht.

Die Pflanze gehört zur Familie der Ingwergewächse. Wenn die Blätter des Gelbwurzstockes eintrocknen, wird die Wurzel geerntet und in der Sonne getrocknet.

Die Hauptwirkstoffe von Kurkuma sind die gelb gefärbten Curcuminoide und das ätherische Öl. Beide Substanzgruppen tragen zur Heilung bei. In der Forschung  interessiert man sich in letzter Zeit verstärkt für die antioxidative Wirkung des Gelbwurz-Extrakts, so etwa in der Krebs- und Alzheimer-Forschung. Bei Versuchen mit Mäusen zeigten die Tiere beispielsweise eine verminderte Bildung von ß-Amyloid-Plaques, der vermuteten Ursache der Alzheimer-Krankheit.

Weiterhin erforschenswert ist die Wirkung der Gelbwurz gegen Viren und andere Krankheitserreger sowie ein möglicher therapeutischer Effekt bei Typ-2-Diabetes und rheumatoider Arthritis.

Jenseits aller Zukunftshoffnungen wird die Gelbwurz jedoch heute schon medizinisch eingesetzt, vor allem bei Verdauungsbeschwerden. Sie fördert die Produktion von Gallensäften und unterstützt die Verdauung von Fetten. Blähungen und Völlegefühl gehen zurück, und das Wohlbefinden der Patienten steigt.

Gelbwurz-Zubereitungen regen aber nicht nur die Leberzellen zur Produktion von Gallensäure an, sie fördern auch die Entleerung der Gallenblase. Aufgrund ihrer entzündungshemmenden Eigenschaften kann Kurkuma auch bei einer Gallenblasenentzündung helfen. Entscheidend für die Wirkung ist eine ausreichende Dosierung. Ein gut gewürztes Curry hat noch nicht die entscheidende Heilkraft. Auch Tee bringt wenig, da sich die wirksamen Bestandteile nur sehr schwer in Wasser lösen.

Geeignete Fertigpräparate gibt es in der Apotheke. Wer an Gallensteinen leidet, sollte vor der Anwendung mit dem Arzt sprechen.

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