Vitamin B 3 ist für die Verbrennung von Fetten und Kohlehydraten und für Aufbau und Reparatur von Eiweißstrukturen in den Zellen zuständig. In unserer modernen Gesellschaft tritt durch die regelmäßige Eiweißzufuhr kaum ein deutlicher Vitamin-B3- Mangel auf.  Denn unser Körper kann Vitamin B3 aus dem Eiweißbaustein Tryptophan herstellen. Aus 60 Milligramm Tryptophan wird theoretisch 1 Milligramm Niacin produziert. Ein bis zwei Prozent der täglichen Eiweißzufuhr bestehen aus Tryptophan.

Was geschieht mit Ihrem Nervensystem und Ihrer Psyche, wenn Sie aufgrund einer zu niedrigen Vitamin-B3-Zufuhr aus Lebensmitteln zu viel Tryptophan für die Vitamin-B3-Produktion verheizen? Je mehr Tryptophan Sie für die Vitamin-B3-Produktion opfern, desto weniger bleibt davon übrig, um das Ruhehormon Serotonin und das Schlafhormon Melatonin zu produzieren. Denn diese beiden Hormone werden nur aus Tryptophan hergestellt.

Die Folgen von zu wenig Serotonin und Melatonin sind Schlaflosigkeit, Unruhe, Aggressivität, Depressionen, Angst und Migräne, bei Frauen tritt vermehrt das so genannte prämenstruelle Syndrom (PMS) auf. So äußert sich ein Vitamin-B3-Mangel hauptsächlich als Tryptophan-Mangel-Syndrom.

In welchen Lebensmitteln ist nun am meisten Vitamin B3 enthalten? Vitamin B3 wird zum großen Teil durch tierisches Eiweiß gedeckt. Vegetarier neigen daher häufiger zu einem Vitamin-B3-Mangel. Aber auch Bierhefe, Erdnüsse, Kaffee, Naturreis und Pilze aller Art verfügen über einen hohen oder relativ hohen Vitamin-B3-Anteil.

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