Natur-News kurz und kompakt

Diabetes aufs Korn genommen
Menschen, die mit der Nahrung ausreichend Ballaststoffe aufnehmen, haben ein geringeres Risiko, an Diabetes des Typs 2 zu erkranken. Wie die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) in Bonn betont, verbessern vor allem Ballaststoffe aus Vollkornprodukten die Insulinwirkung und helfen, Blutzuckerspitzen zu vermeiden. Die DGE empfiehlt deshalb, regelmäßig Vollkornprodukte, Obst und Gemüse zu essen. Laut der Institution ist die Ballaststoffaufnahme hierzulande noch verbesserungswürdig: Die nationale Verzehrsstudie II kam im vergangenen Jahr zu dem Ergebnis, dass mehr als zwei Drittel der Männer und drei Viertel der Frauen zu wenig Ballaststoffe konsumieren.

Scharfer Wärmer
Cayenne-Pfeffer, auch bekannt als Chili, verleiht exotischen Gerichten die feurige Schärfe und lässt sich außerdem medizinisch nutzen. Seine Früchte enthalten Capsaicin, das die Gefäße weitet und die Durchblutung fördert. Es kommt in Rheumabädern, -salben und -pflastern zum Einsatz und lindert die Schmerzen bei akuten muskulären Verspannungen oder Hexenschuss. Achtung: Wenn Capsaicin-Rheumasalben zu sehr brennen, sollten sie mit Vaseline oder einer fettigen Creme entfernt werden – Wasser ist dann tabu.

Weißdornhonig für starke Gefäße
Honig naschen schützt sogar das Herz und die Gefäße. So helfen die wertvollen Inhaltsstoffe in Weißdornhonig bei Kreislaufstress und Bluthochdruck. Den Honig über einen längeren Zeitraum einnehmen: am besten morgens und abends 1 TL. Extratipp: Sehr hochwertig ist Honig, der vom Deutschen Imkerbund kontrolliert wird oder das Biosiegel des deutschen Verbraucherschutzministeriums trägt. Beim Einkauf auf das Ökozeichen bzw. die grüne Banderole des Imkerbundes achten.

Würziger Stern mit Heilkraft
Obwohl der aus Asien stammende Sternanis mit unserem heimischen Anis botanisch nicht verwandt ist, ähneln sich beide in Geschmack, Duft und Heilwirkung. Als Tee oder in Teemischungen helfen die zerkleinerten Sternanis-Früchte bei Verdauungsbeschwerden und Appetitlosigkeit. Der Tee lindert Hustenreiz und eignet sich unterstützend bei Blähungen und Magenbeschwerden.

Tintenfisch-Sepia bei hormonellen Störungen
Der Tintenfisch tummelt sich in den Meeren der nördlichen Erdhalbkugel. Sepia, das getrocknete Sekret seiner Tintendrüse, steht in der Homöopathie in starkem Bezug zu hormonellen Störungen wie Unterbauchbeschwerden und einer Verschlechterung des Allgemeinzustands vor der Regel. Weitere Einsatzgebiete sind Stauungen in der Leber und Krampfadern.

Auster unterstützt den Knochenaufbau
Für den Feinschmecker eine Delikatesse, in der Medizin begehrter Wirkstoff-Lieferant: die Auster. Die Schicht zwischen äußerer und innerer Schale wird verrieben, um möglichst reines Calcium carbonicum zu erhalten. Es soll den Knochenaufbau unterstützen, wird aber auch Patienten gegeben, die sich mit ihren Ängsten von der Außenwelt abschotten. Weitere Anwendung: Milchunverträglichkeit.

2 Responses to “Natur-News kurz und kompakt”

  1. on 27 Jan 2009 at 23:00Imker Udo

    Betr.: Weißdornhonig.
    Es ist mir nicht bekannt, daß es Weißdornhonig gibt. Es wird zwar gerne von den Imkern darauf hingewiesen, daß im Rapshonig (der zur gleichen Zeit blüht) Weißdornpollen enthalten ist; aber nennenswerte Honigmengen sondert der Weißdorn nicht ab. Waagstockaufzeichnungen zu der Blütezeit auf Fehmarn brachten keine Zunahmen.

  2. on 03 Feb 2011 at 20:20Imker Hajo

    Bei uns gibt es eine ca. 400 m lange Weißdornhecke.
    Die Weißdornblüte beginnt nach der Obstbaumblüte.
    Im vergangenen Jahr 2010 blüte bei mir der Raps bereits einige Wochen, bevor der Weißdorn begann. Ein Rapsfeld war nicht in unmittelbarer Nähe. Der geerntete Honig besitzt keinerlei Rapsgeschmack, sondern schmeckt mit meinen Worten gesagt “fein-lieblich”.

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