Natur-News kurz und kompakt

Viele Probleme, eine Lösung
Pflanzliche Kombinationspräparate mit Bitterer Schleifenblume als Hauptbestandteil und acht weiteren Heilkräutern lindern funktionelle Magen-Darm-Beschwerden auf mehrfache Weise. Wie eine Arbeitsgruppe der Universitätsklinik Magdeburg in der Fachzeitschrift American Journal of Gastroenterology schreibt, wirken sie entzündungshemmend und krampflösend, normalisieren die Bewegungen der Magen-Darm-Muskulatur und verringern die Magensäurebildung.

Verringerte Knochendichte durch bestimmte Antidepressiva
Zwei voneinander unabhängige Studien zeigten, dass bestimmte Medikamente gegen Depressionen – die so genannte selektiven Serotonin-Wiederaufnahmehemmer (SSRI) – die Knochendichte schneller abbauen können. Die bislang unbekannte Nebenwirkung dieser Medikamente wurde bei älteren Frauen im Durchschnittsalter von 78,5 Jahren von der Universität Minnesota und bei Männern über 65 Jahren von der Universität Portland/Oregon ermittelt. Bei den TeilnehmerInnen, die mit SSRI behandelt wurden, nahm die Knochendichte um 0,82 Prozent ab, während es in der Vergleichsgruppe lediglich 0,47 Prozent waren. Um 5 Prozent verringerte sich bei den Männern die Knochendichte im Lendenwirbel- und Hüftbereich. In beiden Studien konnte bei den Gruppen, die statt SSRI die klassischen Antidepressiva einnahmen, dieser Knochendichteschwund nicht festgestellt werden.

Unterstützung für Stevia
Süßen ohne Kalorien und ohne Chemie, wer wünscht sich das nicht? Weder Zucker noch synthetische Süßstoffe erfüllen beide Anforderungen, wohl aber ein kleiner Strauch aus Paraguay: Der aus den Blättern der „Stevia rebaudiana Bertoni\“ gewonnene Stoff ist um ein Vielfaches süßer als Zucker, praktisch kalorienfrei und stellt keine Gefahr für die Zähne dar. Seine Blutzucker senkende Wirkung macht das grüne Pulver aus getrockneten und zerriebenen Blättern zudem für zuckerkranke Naschkatzen interessant. Wurde auch der grüne Farbstoff entfernt, ist Stevia weder optisch noch geschmacklich allzu deutlich von Zucker zu unterscheiden.

An der Universität Bonn wird die Pflanze versuchsweise angebaut und gedeiht auf deutschen Böden laut Dr. Christa Lankes vom dortigen Institut für Gartenbauwissenschaft „sehr gut\“. Und obwohl das Süßkraut in den Küchen von Asien und Südamerika längst verbreitet ist (im Herkunftsland wird es seit einem halben Jahrtausend verwendet, in Japan seit 25 Jahren mit einem Marktanteil von mittlerweile 75 Prozent), lässt es die EU für den menschlichen Verzehr nach wie vor nicht zu. Das könnte anders werden, sobald sich die Ansicht eines gemeinsamen Expertengremiums der Weltgesundheitsorganisation WHO und der Vereinten Nationen durchgesetzt hat: bereits im Jahr 2004 legte es fest, dass man ohne Gefahr für die Gesundheit ein Leben lang täglich zwei Milligramm Stevia pro Kilogramm Körpergewicht zu sich nehmen kann.

Orientalische Würze
Kardamom gehört zu den ältesten und wertvollsten Gewürzen der Welt und ist aus der orientalischen Küche nicht wegzudenken. Auch in der Weihnachtsbäckerei hat das aus Indien und Sri Lanka stammende Gewürz einen festen Platz. Seine verdauungsfördernde, magenberuhigende und entblähende Wirkung wurde schon in Kräuterbüchern des 16. und 17. Jahrhunderts erwähnt.

Comments are closed.

Impressum
Nutzungsbedingungen