Natur-News kurz und kompakt

Balsam für den rauen Hals
Isländisches Moos ist eine anspruchslose Flechte, die auf kargen Böden in alpinen und arktischen Regionen gedeiht. Sie enthält Schleimstoffe, die sich bei Halsbeschwerden wie ein Schutzfilm über die gereizte Rachenschleimhaut legen. Lutschpastillen mit Isländischem Moos helfen bei Heiserkeit, trockenem Reizhusten, strapazierten Stimmbändern und trockener Luft.
Nadeln befreien Nase und Ohr
Heuschnupfen– und Tinnitusgeplagten will die Hals-Nasen-Ohren-Klinik am Universitätsklinikum Jena mit einer alternativen Behandlungsform helfen: In der neu eingerichteten Akupunktur-Sprechstunde gehen HNO-Ärzte mit Nadeln gegen Ohrgeräusche und Pollenallergien vor. Gut helfen die Stiche bei Heuschnupfen. Wie die Dresdner HNO-Ärztin Dr. Bettina Hauswald in dem Fachblatt HNO-Informationen schreibt, profitieren in Studien bis zu 80 Prozent der Heuschnupfen-Patienten und jeder dritte Tinntusgeplagte von einer Akupunktur. Vor der Therapie werden die Patienten ausführlich untersucht. Die Kassen übernehmen die Kosten in der Regel nicht.
Besser mit Handschuh
Bei der Gartenarbeit sollten Sie atmungsaktive, gut sitzende Handschuhe tragen, rät die gesetzliche Kranken- und Unfallversicherung im Rahmen ihrer „Präventionskampagne Haut\“. Der direkte Kontakt mit Erde oder Düngemitteln sowie die Arbeit mit Gartengeräten schädige die Haut und erleichtere das Eindringen von Keimen. Anschließend die Hände mit milden Mitteln reinigen und pflegen.
Kein Freigang für Reptilien
Schildkröten sind als Spielkameraden keineswegs harmlos: Wie das Robert-Koch-Institut (RKI) in Berlin warnt, können die putzigen Reptilien genau wie Schlangen und Leguane Salmonellen übertragen. Im ersten Halbjahr 2008 hatte das RKI im Vergleich zu den Vorjahren einen Anstieg der Infektionen mit dem Durchfall-Erreger Salmonella tennessee bei Kindern unter einem Jahr beobachtet. Bei sechs der sieben infizierten Kinder lebten Reptilien im Haushalt, das siebte hatte eine Reptilienbörse besucht. Die Übertragung erfolgt durch direkten Kontakt mit einem Tier oder über verschmutzte Hände und Oberflächen. Das RKI rät daher, Schildkröten nicht frei in der Wohnung herumlaufen zu lassen und nach einem Kontakt gründlich die Hände zu waschen. In Haushalten mit unter Fünfjährigen oder immungeschwächten Personen sollten keine Reptilien gehalten werden.
Rotbusch aus Südafrika – reich an Mineralstoffen
Er hat eine rasante Karriere hinzugelegt. Vor wenigen Jahren hierzulande noch praktisch unbekannt, gehört Rotbusch, auf Afrikaans Rooibos genannt, mittlerweile zu den beliebtesten Tees. 2800 Tonnen dieser mild schmeckenden Sorte tranken die Deutschen im vergangenen Jahr. Nur in seiner südafrikanischen Heimat findet er einen noch größeren Anklang. Dort herrschen die idealen Lebensbedingungen für den Strauch Aspalathus linearis, aus dessen frischen Zweigen der rötliche Tee hergestellt wird. Und auch da gedeiht er nur im milden Seeklima der Kapregion. Alle Versuche, den Strauch in anderen Ländern anzupflanzen, scheiterten bisher.

Rotbusch überzeugt durch seinen milden, weichen Geschmack. Er mundet pur oder in Kombination mit anderen Tees und Aromen. Hibiskus verleiht ihm beispielsweise eine säuerliche Note, Orange ein fruchtiges Aroma und Vanille unterstreicht den eigenen Charakter.

Rooibos enthält kaum Gerb- und Bitterstoffe, aber viele Spurenelemente sowie reichlich Vitamin C. Für Menschen, die auf Koffein empfindlich reagieren, ist er eine gute Alternative zum Schwarztee. Er passt auch prima zu Kuchen oder Gebäck.

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