Natur-News kurz und kompakt

Scharfe Körner
Der Schwarze Senf (Brassica nigra) stammt ursprünglich aus dem Mittelmeerraum. Von Juni bis August bilden sich gelbe Blüten, aus denen Schoten heranreifen, in welchen sich die als Gewürz bekannten rot- bis schwarzbraunen Samen befinden. Sie enthalten große Mengen an Senföl-Glykosiden, die für den brennend scharfen Geschmack sorgen und antibakteriell, appetit- und verdauungsfördernd wirken. Äußerlich angewandt, reizt Schwarzer Senf die Haut und fördert die Durchblutung. Bei Rheuma und Muskelbeschwerden wird er traditionell in Form von Wickeln und Pflastern eingesetzt.

Dill schützt das Herz
Ob frisch oder getrocknet, die feinen Blätter, Spross-Spitzen und Früchte liefern viel Kalium. Das schützt das Herz, weil Kalium entwässert, den Blutdruck senkt, den Herzschlag reguliert. Fluor und Kalzium festigen Zähne und Knochen. Das ätherische Öl fördert die Verdauung, lindert Blähungen, Übelkeit, Magenschmerzen. Dill schmeckt fein-krautig, erfrischt den Atem.

Rosmarin stabilisiert den Kreislauf
Ätherisches Öl, Gerb- und Bitterstoffe, Flavonoide und Triterpensäuren regen den Kreislauf und Durchblutung an. Das hilft gegen Schwindel, lindert Schmerzen und Schwellungen bei Gelenkbeschwerden und Muskelverspannungen. Rosmarin schmeckt harzig-würzig.

Zimtöl schützt Brot vor Schimmel
Eine natürliche Alternative zu chemischen Konservierungsstoffen haben Forscher der spanischen Universität Saragossa entwickelt: Wie das Team um Dr. Cristina Nerín im Journal of Agricultural and Food Chemistry berichtet, kann mit Zimtöl imprägniertes Wachspapier Brot bis zu zehn Tage vor Schimmelpilzen schützen. Die Forscher haben das Zimtöl in einer Paraffinschicht gelöst, aus welcher das pilzhemmende Zimtaldehyd langsam verdampft. Ein direkter Kontakt von Brot und Verpackung ist nicht notwendig.

Teuerstes Gewürz der Welt
Der Herbstkrokus (Crocus sativus) ähnelt dem Frühlingskrokus, blüht aber im Oktober. Aus den roten Narben wird Safran gewonnen, das teuerste Gewürz der Welt. Für ein Kilogramm werden bis zu 150 000 Blüten benötigt, deren Narben noch heute von Hand geerntet werden. Safran hat keine medizinische Bedeutung mehr, wird aber wegen des würzigen Geschmacks und der goldgelben Farbe zum Verfeinern und Färben von Speisen geschätzt.

Bunte Käfer als Wegweiser
Grellbunte Insekten können bei der Suche nach neuen Arzneistoffen helfen, schreibt der Insektenforscher Todd Capson vom Smithsonian Tropical Research Institute in Panama im Magazin New Scientist. Auffällig gefärbte Käfer ernähren sich oft von Pflanzen mit biologisch aktiven Inhaltsstoffen, die sie zum Schutz vor Fressfeinden im Körper anreichern. Im Regenwald von Panama fand Capson auf neun von zehn Arzneipflanzen bunte Insekten. Von zehn nicht medizinisch genutzten Pflanzen bekamen nur vier Besuch.

Honig für Säuglinge tabu
Eltern sollten Babys im ersten Lebensjahr nicht mit Bienenhonig füttern, warnt die Deutsche Gesellschaft für Ernährung in Bonn. Er könne das Bakterium Clostridium botulinum enthalten, das im Darm ein gefährliches Gift bildet: Botulinumtoxin. Es lähmt die Muskeln, sodass in sehr seltenen Fällen Säuglinge an einer Atemlähmung erstickt seien. Honig in Babykost sei dagegen unbedenklich: Die Bakterien werden durch Erhitzen abgetötet. Für Kleinkinder ab einem Jahr ist Honig ungefährlich. Ihr Darm kommt mit den Bakterien im Zweifelsfall zurecht.

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