Natur-News kurz und kompakt

Oregano ist auch Medizin
Als Pizza-Gewürz ist Oregano, der wilde Majoran, längst bekannt, Jetzt macht sich die Pflanze auch einen Namen als medizinisch wertvolle Substanz. Denn Oregano enthält hochwirksame ätherische Öle, die vielfältig gegen Bakterien, Pilze und Parasiten einsetzbar sind. So haben Forscher der Lebensmittelbehörde (USDA) jetzt eine Oregano-Schutzschicht entwickelt, die es schafft, Bakterien wie Escherichia Coli von Lebensmitteln fernzuhalten.

Auch in der Tierhaltung wird Oregano bereits seit einigen Jahren als Antibiotikum eingesetzt. Gesundheitlichen Nutzen bringt die Gewürzpflanze aber gleichfalls für den Menschen. Schon zu Großmutters Zeiten waren die heilenden Eigenschaften von Oregano bei Durchfallerkrankungen und Appetitlosigkeit bekannt. Weltweit befassen sich Forschungsprojekte derzeit damit, diese Erkenntnisse zu belegen und für die Anwendung weiterzuentwickeln.

Vitamin E verlangsamt Fortschreiten des grauen Stars
Der graue Star (Katarakt) ist weltweit die häufigste Ursache für einen Verlust der Sehkraft bis hin zur Erblindung. Charakteristisch ist dabei eine Trübung der ursprünglich klaren Augenlinse, wodurch sie undurchlässig für Lichtstrahlen wird. Die Folge ist eine allmähliche Verschlechterung des Sehvermögens mit Nebel- und Schleiersehen und erhöhter Blendempfindlichkeit. Bei 50 Prozent der 52- bis 64-Jährigen liegt bereits eine Linsentrübung vor, ab einem Alter von 65 Jahren ist sie bei nahezu allen Menschen feststellbar. Geschwindigkeit und Dichte der Linsentrübung bestimmen, ob und wann der graue Star eine Einschränkung des Sehvermögens zur Folge hat.

Die Ergebnisse einer aktuellen Studie an 408 Frauen der Nurses Health Study belegen die positive Wirkung einer langfristigen Vitamin-E-Einnahme bei altersbedingter Linsentrübung. Bei Frauen, die über mehrere Jahre Vitamin E zur Ergänzung eingenommen hatten, war die Linsentrübung nach einem Beobachtungszeitraum von fünf Jahren deutlich langsamer fortgeschritten als bei Frauen, die kein Vitamin-E-Präparat eingenommen hatten. Ohne Vitamin-E-Unterstützung war eine 42 Prozent stärkere Trübung des Linsenkerns festzustellen als bei Einnahme von Vitamin E. Zahlreiche Untersuchungen zeigen, dass Freie Radikale bei der Entstehung des Katarakts von Bedeutung sind. Antioxidative Vitamine, wie beispielsweise das Vitamin E, können einer Schädigung der Linse durch Freie Radikale vorbeugen, da dieses Vitamin E in der Lage ist, Freie Radikale abzufangen und zu neutralisieren. Es ist das wichtigste fettlösliche Antioxidans, das die lichtempfindlichen Zellen vor oxidativen Schäden schützen und die Zellmembranen der Linse stabilisieren kann. Die gezielte Zufuhr von hochdosiertem Vitamin E kann dazu beitragen, das Risiko irreparabler Sehstörungen zu vermindern bzw. eine Progression bereits bestehender degenerativer Augenerkrankungen zu verlangsamen.

Süßstoff kann Durchfall auslösen
Der beispielsweise in zuckerfreien Kaugummis, Süßigkeiten und kalorienreduzierten Süßspeisen enthaltene Zuckeraustauschstoff Sorbit kann Durchfallerkrankungen auslösen. Sorbit (auch „Sorbitol\“ oder „E 420\“) ist ein natürlicher Süßstoff, der z. B. in Pflaumen vorkommt. Er gilt als gesundheitlich bedenkenlos und kann bestimmten Lebensmitteln ohne Höchstmengenbeschränkungen zugesetzt werden. Die Substanz wird im Dünndarm kaum aufgenommen, im Dickdarm kann sie hingegen als Abführmittel wirken. Bereits bei einem Verzehr von 5 g kann es zu Blähungen, ab 20 g zu Durchfall kommen.

Da ein Kaugummistreifen schon 1,25 g Sorbit enthalten kann, wird die Menge bei entsprechenden Essgewohnheiten schnell erreicht. Lebensmittel, in denen die Menge an Zuckeraustauschstoffen mehr als 10 % beträgt, tragen den Warnhinweis, dass der übermäßige Verzehr abführend wirkt.

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