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Stress macht alt
Jeder wird älter, aber keiner will es sein. Deshalb greifen Menschen ab dem mittleren Lebensalter begierig nach allen Verjüngungsstrohhalmen, die ihnen die Medizin oder die Kosmetikindustrie anbietet. Oftmals strapazieren sie dafür ihren Geldbeutel sehr. Dabei gibt es einen einfachen und billigen Weg, auf gute und gesunde Weise zu altern. Die Psychiaterin Elissa Epel hat zusammen mit Kollegen von der University of California in San Francisco einen wichtigen Faktor entdeckt, der entscheidend beeinflusst, auf welche Weise ein Mensch altert: Stress. Menschen, die unter chronischem Stress stehen, altern schneller. Wer dagegen ein geschicktes Stressmanagement betreibt, kann den Abbauprozess verlangsamen. Der menschliche Alterungsprozess bringt hormonelle Veränderungen mit sich. Das ist normal. Ebenso normal ist, dass ältere Menschen zahlreichen Stressoren ausgesetzt sind: Soziale Isolation, finanzielle Schwierigkeiten, Trauer, Gesundheitsprobleme müssen von ihnen bewältigt werden. Doch wie Epel und ihr Team feststellten, unterscheiden sich die Hormonprofile älterer Menschen oft erheblich, obwohl sie sich in einer ähnlichen Situation befinden.

Konkret empfiehlt Elissa Epel folgende Stresskontrolltechniken. Sie können helfen, den Alterungsprozess zu verlangsamen:

  • leichte sportliche Betätigung,
  • guter Schlaf,
  • Erwartungen an sich selbst und Ziele nicht so hoch stecken,
  • akzeptieren, was man nicht ändern kann,
  • einen Sinn im Leben finden,
  • ein starkes soziales Netz knüpfen.

Belebende Heilpflanzen
Kreislaufstörungen und ein niedriger Blutdruck machen manchen Menschen zu schaffen. Pflanzliche Mittel unterstützen den Kreislauf: Badezusätze mit Rosmarin regen die Durchblutung an, sollten aber wegen des belebenden Effekts nicht vor dem Schlafengehen verwendet werden. Sinnvoll ist ein morgendliches Bad direkt nach dem Aufstehen. Bei Schwindel und Kreislaufproblemen helfen Kapseln oder Tropfen mit Kampfer und Weißdorn. Mit seinem durchdringenden Geruch kam Kampfer früher zudem als Notfallmittel bei akuter Ohnmacht zum Einsatz. Auch Wechselduschen und Ausdauersport normalisieren den Blutdruck.
Heilsames Gift
Die positive Wirkung des Roten Fingerhuts (Digitalis purpurea) bei Herzmuskelschwäche kannten Ärzte bereits im 18. Jahrhundert. Die Anwendung der von Juni bis August blühenden hochgiftigen Heilpflanze war jedoch nicht unproblematisch: Der Unterschied zwischen hilfreicher und tödlicher Dosis ist gering, und der Wirkstoffgehalt des Fingerhuts unterliegt starken Schwankungen. Heute werden die herzwirksamen Digitalis-Glykoside synthetisch verändert und bei Herzschwäche nur noch in bestimmten Fällen verordnet.
Artischocke hilft dem Magen
Bei Verdauungsstörungen ohne organische Ursache hilft ein standardisierter Extrakt aus Blättern der Artischocke. So lautet das Fazit einer Studie unter der Leitung von Rémy Meier vom Kantonsspital Liestal (Schweiz). 169 Patienten mit Völlegefühl, Blähungen, Übelkeit und Magenschmerzen hatten sechs Wochen lang dreimal täglich zwei Kapseln Artischockenextrakt eingenommen. Bei 74 Prozent trat eine deutliche Besserung ein, die im Schnitt nach elf Tagen spürbar wurde.
Rosenkohl schützt Zellen
Der Verzehr von Rosenkohl schützt weiße Blutkörperchen vor Zellschäden durch krebserregende Stoffe. Dies berichtet ein Team um den Wiener Krebsforscher Siegfried Knasmüller im Fachblatt Molecular Nutrition and Food Research. Acht gesunde Testpersonen hatten sechs Tage lang täglich 300 Gramm gegarten Rosenkohl verzehrt. Blutproben zeigten, dass das Gemüse den Entgiftungsstoffwechsel günstig beeinflusst.

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