Das Problem Verstopfung ist weit verbreitet. In Deutschland sind insgesamt etwa 25 Millionen Erwachsene betroffen. Davon sind rund 18 Millionen Frauen, also fast dreimal so viel wie Männer. Eine repräsentative Umfrage des Meinungsforschungsinstituts „forsa\“ zeigt den Hauptauslöser: Bei jeder zweiten Frau, die unter Darmträgheit leidet, verstärkt sich das Problem in den Ferien. Schuld sind ungewohnte Ernährung, zu wenig Bewegung, zu wenig Flüssigkeit und der Reisestress. Aber auch das heiße Klima in südlichen Ländern kann Darmträgheit auslösen.

Nach dem Aufstehen in aller Eile duschen, damit man es noch rechtzeitig ans Frühstücksbüffet schafft. Und nach dem Frühstück schnell die Badetasche packen, weil die anderen an den Strand wollen… So schnell kann sich der Körper im Urlaub nicht auf einen neuen Tagesrhythmus einstellen. Besser: Abends ein großes Glas stilles Mineralwasser ans Bett stellen. Morgens vor dem Aufstehen das lauwarme Wasser in Ruhe trinken. Die gelösten Mineralien im Wasser signalisieren den Nerven in der Magen- und der Darmwand eine große Speisemenge. Als Reaktion regen die Nerven die Magen- und Darmbewegung an.

Ballaststoffe in der Nahrung regen die Verdauung an, wirken aber nur mit viel Wasser. Bei der Hitze in südlichen Ländern gibt schon der Dünndarm viel Wasser ins Blut ab. Damit genug bis in den Dickdarm kommt, muss man täglich mindestens 2,5 l trinken. Bei Anstrengung empfehlen die Experten 3 bis 4 l. Wichtig: In vielen kleinen Portionen über den Tag verteilt trinken. Vorsicht: In vielen Ländern können Keime im Leitungswasser sein. Deshalb Mineralwasser in Flaschen kaufen. Am besten ist Wasser ohne Kohlensäure, davon kann man mehr trinken, riskiert kein Völlegefühl. Damit sollte man auch Fruchtsäfte (z. B. Apfel, Traube) mischen. Keine Eiswürfel einnehmen.

Damit der Dickdarm den Speisebrei weitertransportiert, muss seine Eigenbewegung gefördert werden. Dazu sind die Ballaststoffe nötig. Unlösliche Ballaststoffe sind unverdauliche Fasern z. B. aus Hülsenfrüchten und Getreide. Sie binden Wasser, quellen auf und vergrößern das Stuhlvolumen. Das reizt die Dickdarm-Wand, sich zu bewegen. Lösliche Ballaststoffe (vor allem in Gemüse, Kartoffeln, Obst) weichen im Dickdarm den Stuhl auf. Und sie sind Nahrung für die 400 bis 500 Bakterien-Arten der Darmflora, die im Darm zur Verdauung und Nährstoff-Aufnahme wichtig ist.

Deshalb sollte man im Urlaub z. B. besonders viel Vollkornbrot und -brötchen, Müsli, gegartes Gemüse und gut abgespültes Obst essen, am besten über den Tag verteilt. Wichtig: Zu den Hauptmahlzeiten und bei jedem Snack viel Zeit lassen und gründlich kauen.

Laut Umfrage sind bei den Frauen zu 30 Prozent psychische Belastungen (z. B. Sorgen) der Grund für Verstopfung, zu 22 Prozent Stress und Hektik im Job, zu 16 Prozent Belastungen in der Familie. Das setzt viel Cortisol frei. Das Stresshormon hemmt die Verdauung. Gezielte Entspannung hilft. Schon mit kleinen Pausen von Hausarbeit und Job kann man gut entspannen. Beispiele: Häufiger ein paar Minuten am offenen Fenster stehen, in die Ferne schauen und tief atmen. Ein- bis zweimal pro Tag kurz an die frische Luft gehen. Mittags eine halbe Stunde lesen.

Verdauung und Nahrungstransport funktionieren am besten, wenn man sich viel bewegt. Dann brauchen die Muskeln viel Zucker. Folge: Das Verdauungssystem spaltet möglichst viele Kohlenhydrate möglichst schnell zu Zucker auf. Das regt die Verdauung an. Und wenn die Bauchmuskeln arbeiten, massieren sie auch den Darm. Das unterstützt den Nahrungstransport. Gut sind Walken, Nordic Walking und Laufen: Leichte Erschütterungen bei jedem Schritt fördern den Nahrungstransport. Radfahren hilft durch die Beugebewegungen im Unterbauch.

One Response to “Verstopfung: Was wirklich hilft”

  1. on 02 Sep 2008 at 16:04Heilpraktikerin Annika Großmann

    Guten Tag!

    Bei Obstipation (Verstopfung) kann sehr gut mit der Traditionellen Chinesischen Medizin Abhilfe geschaffen werden: Mit Akupunktur und Akupressur werden der Darm und die an der Verdauung beteiligten Organe sanft unterstützt, wieder die für sie vorgesehene Aufgabe (nämlich die Beförderung des verdauten Speisebreis) zu bewältigen.
    Mit Hilfe der Zungen- und Pulsdiagnose werden die Schwachstellen erkannt und die 5 Wandlungsreiche können durch das Setzen der entsprechenden Akupunkturnadeln oder Stimulation der jeweiligen Druckpunkte angesprochen werden.

    Außerdem lassen sich Verstopfungen, ob akuter oder chronischer Art, sehr gut mit der Fußreflexzonentherapie behandeln. Oft kommt es bereits nach einer Behandlung zu einer Verbesserung der Beschwerden und den dazugehörigen Symptomen wie Bauchschmerzen, Flatulenz (Blähungen) oder Meteorismus (Luft im Darm).
    Es ist ratsam, die Fußreflexzonentherapie regelmäßig durchführen zu lassen um den entsprechenden Beschwerden vorzubeugen. (Beispiel: Sie sitzen den ganzen Tag – da kommt es sehr wahrscheinlich irgendwann zu Blähungen oder Bauchschmerzen.)

    Wenn Sie Fragen zu diesem Thema haben, kontaktieren Sie mich gerne:

    Praxis für Naturheilkunde
    Annika Großmann
    Heilpraktikerin
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    Ich freue mich auf Sie!

    Annika Großmann
    Heilpraktikerin in Köln

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