Natur-News kurz und kompakt

Baumhaut für Menschenhaut

Betulin, ein Trockenextrakt aus weißem Birkenkork, wirkt Studien zufolge entzündungshemmend, antibakteriell, antiviral und wundheilungsfördernd. Außerdem ist der Naturstoff in der Lage, Öl-Wasser-Gemische – sogenannte Emulsionen – zu stabilisieren. Betulinhaltige Pflegeprodukte aus der Apotheke für trockene und empfindliche Haut kommen deshalb ohne Emulgatoren und Konservierungsmittel aus.

Pflanzen unter Strom

Elektrische Impulse setzen Pflanzen unter Stress und steigern die Produktion bestimmter Stoffe, die Fressfeinde abwehren. Dies berichten Forscher der Universität von Arizona (USA) im Fachblatt Biotechnology Progress. Drei Stunden lang Strom von 10 Milliampere Stärke erhöhte zum Beispiel die Produktion des natürlichen Antipilzmittels Pisatin in Erbsen auf das 13-fache. Die Wissenschaftler hoffen, den Effekt nutzen zu können, um Arznei- oder Pflanzenschutzmittel günstiger herzustellen.

Kräuter- oder Arzneitee?

Auch wenn es sich um die gleichen Kräuter handelt, die verwendet werden, macht der Gesetzgeber zwischen Kräuter- und Arzneitees einen großen Unterschied. Um als Arzneitee zu gelten, müssen die Pflanzen einen Mindestgehalt an wirksamen Inhaltsstoffen aufweisen. Für Rückstände von Pestiziden oder Schwermetallen gelten sehr niedrige Grenzwerte. Arzneitees tragen eine Zulassungsnummer und eine Chargen-Bezeichnung auf der Verpackung. Außerdem muss diese über Dosierung, Wechselwirkungen mit anderen Mitteln und eventuelle Nebenwirkungen Auskunft geben. Nur wer all diese Auflagen einhält, darf mit dem gesundheitlichen Nutzen seines Tees werben – etwa mit der Bezeichnung Bronchialtee.

Lungenleistung sinkt mittags

Die Lungen erfahren um Mittag herum einen Abfall in ihrer Leistung und nicht nur – wie bisher angenommen – in der Morgendämmerung. Dies legt nahe, die Dosierungen der Medikamente zu verringern, wenn sie kurz vor Mittag verabreicht werden. Untersucht wurde die Lungenkapazität von rund 4800 Patienten. Jeder Messwert wurde dem Zeitpunkt zwischen 8:00 und 17:00 Uhr gegenübergestellt. Es zeigt sich, dass die Lungenfunktion mittags abfiel, bevor sie am späten Nachmittag einen Höhepunkt erreichte. Zwischen Mittag und spätem Nachmittag konnten Unterschiede von 15 bis 20 Prozent nachgewiesen werden, bei gesunden Menschen fallen diese Schwankungen nicht auf. Der späte Nachmittag wäre wahrscheinlich am besten für Übungen im Rahmen der Rehabilitation geeignet.

Verschiedene Gesundheitsprobleme sind zu bestimmten Tageszeiten stärker. Herzanfälle werden am häufigsten morgens erlitten. Asthmasymptome sind zwischen 4:00 und 6:00 Uhr am häufigsten, am schwächsten um 17:00 Uhr.

Kinder leben nur noch in einer „Sitzwelt\“

Die „Stiftung Kindergesundheit\“ schlägt Alarm: Die Welt unserer Kinder wird mehr und mehr von einer „Sitzwelt\“, von einer „bewegten\“ Kindheit könne kaum noch die Rede sein. Das Quantum der von der WHO empfohlenen Bewegungsaktivität von mindestens einer Stunde pro Tag und das an fünf Tagen in der Woche, wird in Deutschland gegenwärtig nur noch von einem Drittel der 11- bis 15-jährigen Jungen und einem Viertel der gleichaltrigen Mädchen erreicht. Die Mehrzahl der Kinder verbringt etwa 9 Stunden am Tag im Sitzen, ebenfalls 9 Stunden im Liegen, 5 Stunden stehend und lediglich eine Stunde in Bewegung. Die Folge: In den vergangenen 20 Jahren hat sich die körperliche Leistungsfähigkeit der Kinder um rund 10 Prozent verschlechtert. Prof. Dr. Berthold Koletzko, Vorsitzender der in München beheimateten „Stiftung Kindergesundheit\“ empfiehlt: „Eltern sollten den Fernsehkonsum ihrer Kinder rigoros kontrollieren. Außerdem sollten sie dringend darauf achten, dass für ausreichend Bewegung der Kinder gesorgt ist, z. B. in einem Sportverein\“. Studien belegen, dass Kinder, die sich viel bewegen, auch bessere Schulleistungen aufbringen und seltener aggressives Verhalten zeigen.

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