Unübersehbar ist der Lavendel in der französischen Provence, wo er eine besonders lange Tradition als Nutzpflanze besitzt. Schon vor Jahrhunderten ernteten in den Mittelgebirgen Südeuropas Bauernfamilien per Hand mit kleinen Sicheln die Blütenstängel des robusten Halbstrauchs. Destilliert wurde damals in großen Kupferkesseln über dem offenen Feuer, heute läuft die Produktion des begehrten Öls industriell ab.
Die Ursprünge der Gewinnung von Lavendelöl reichen weit zurück. Man verwendet es, seit man destillieren kann. Diese Anfänge liegen 5000 bis 6000 Jahre zurück im Industal im heutigen Pakistan.
Damals war Lavendel eines der wenigen verfügbaren Heilmittel und daher gefragt bei vielen Gesundheitsproblemen. Die spätere Volksmedizin nutzte ihn bei so unterschiedlichen Beschwerden wie Migräne, Krämpfen oder Asthma bronchiale. Groß ist die Spannbreite der Einsatzmöglichkeiten auch heute noch in der Aromatherapie.
Es gibt mehr als 100 Lavendelarten, von denen therapeutisch hauptsächlich der Echte Lavendel (Lavendula angustifolia) zum Einsatz kommt. Die Pflanze gehört zu den Lippenblütlern und hat kleine, blauviolette Blüten, die in Scheinähren sitzen. Diese werden geerntet, bevor sie sich vollständig entfaltet haben. Dann trocknen sie in der Sonne, um den Verlust an ätherischem Öl gering zu halten.
Lavendelöl besteht aus etwa 180 verschiedenen Bestandteilen: die wertbestimmenden Inhaltsstoffe sind vor allem Linalylacetat und Linalol. Beim Einatmen wirkt es beruhigend und ausgleichend. In den 90er Jahren haben klinische Studien gezeigt, dass Lavendelölbäder den Schlaf verbessern können. Man dosiert mindestens zwei Gramm ätherisches Öl auf 100 Liter Badewasser und fügt einen Lösungsvermittler hinzu, etwa einen halben Becher Sahne. Für kleine Kinder eignen sich Lavendelsäckchen unter dem Kopfkissen als Einschlafhilfe. Wer mag, kann im Sommer auch Lavendelsträußchen in der Nähe des Betts aufhängen.
Lavendeltee lindert nervöse Magenbeschwerden, und sogar bei leichten depressiven Verstimmungen erfahren viele Patienten eine Besserung. Die Wirkung erklären Experten damit, dass im Gehirn vermehrt der Botenstoff Serotonin ausgeschüttet wird, der die Laune hebt. Bei Übererregbarkeit und Reizbarkeit empfiehlt es sich, Lavendelöl innerlich anzuwenden. Ein bis vier Tropfen auf ein Stückchen Brot oder einen Zuckerwürfel geträufelt, reichen völlig.
Ein Pluspunkt für alle Präparate mit Lavendel: Sie besitzen so gut wie keine Nebenwirkungen, und auch Kinder kann man sanft damit behandeln. Entsprechend groß ist die Nachfrage. Jährlich gewinnen die Produzenten etwa 1000 Tonnen Öl aus den Blüten des Echten Lavendels, wobei heute Bulgarien und Tasmanien die Hauptanbaugebiete sind. Besonders hochwertiges Öl kommt aber nach wie vor aus der französischen Provence.

2 Responses to “Lavendel für einen ruhigen Schlaf”

  1. on 23 Jul 2008 at 12:34Heilpraktikerin Annika Großmann

    Hallo!

    Ich kann als Heilpraktikerin Lavendel auch nur empfehlen.

    Besonders effektiv ist er, wenn er in Form eines Öls abends nach einem heißen Bad oder Dusche in die noch feuchte Haut massiert wird.
    Danach mit Bademantel oder ähnlichem ins Bett legen und warm zudecken.

    So entfaltet der Lavendel seine ätherischen Öle und das limbische System im Gehirn reagiert mit Entspannung und Wohlbefinden.
    Der Schlaf wird weitaus tiefer werden und man wacht morgens erholt und entspannt auf.

    Gute Nacht!

    Weiter Informationen finden Sie auch auf meiner Webseite:

    http://www.heilpraktikerin-koeln.de

    Ich freue mich auf Sie!

    Annika Großmann
    Heilpraktikerin

  2. on 21 Sep 2010 at 15:28Roman

    Habe das jetzt mal ausprobiert und muss sagen ich bin wirklich überrascht. Hätte nicht gedacht das es so einen Effekt hat. Bin jetzt jeden Morgen spürbar fitter und erholter.

    Danke 🙂

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