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Depressionen als Ursache für Diabetes
Depressionen können bei älteren Menschen Diabetes auslösen. Zu diesem Ergebnis ist eine Studie der Feinberg School of Medicine der Northwestern University gekommen. Menschen mit mehreren Depressionssymptomen erkranken um 60 Prozent wahrscheinlicher an Typ-2-Diabetes. Das Team um Mercedes Carnethon wählte 4681 Männer und Frauen mit einem Alter von über 65 Jahren aus, die zu Beginn der Studie, 1989, nicht an Diabetes litten. Im Verlauf der nächsten zehn Jahre wurden die Teilnehmer jährlich auf zehn Symptome einer Depression hin untersucht. Dazu gehörten u. a. Stimmung, Irritierbarkeit, Kalorienkonsum, Konzentrationsfähigkeit und Schlaf. Laut Carnethon dürften depressivere Menschen nicht so gut auf sich achten, wie es notwendig wäre. Sie sind z. B. körperlich weniger aktiv, nehmen daher leichter zu, was wiederum einer der Hauptrisikofaktoren für Diabetes ist.
Auch nachdem bekannte Risikofaktoren für Diabetes wie Übergewicht und wenig Bewegung berücksichtigt wurden, blieb der Zusammenhang zwischen Depressionen und einem erhöhten Diabetesrisiko bestehen. Laut Carnethon legen diese Studienergebnisse nahe, dass Depressionen bei der Entstehung von Diabetes eine Rolle spielen.
Altbewährt und wirkungsvoll: Radfahren gegen Arthrose
In den 1950-er Jahren lieferte der Sportmediziner Dr. Ernst van Aaken erstmals Beweise für seine Theorie, dass Bewegung wie Laufen und Radfahren Gelenkentartungsprozesse stoppen kann. In Verbindung mit Schwefelbädern erreichte er bei Sportlern völlige Heilung von Arthrose. In einer Zeit, da es außer Schmerzmitteln nichts Wirksames gegen Hüft- und Kniegelenksarthrose gab, stießen seine praktischen Untersuchungen auf große Resonanz. Inzwischen sehen auch Ärzte die heute gängige Praxis, bei selbst noch vorhandenen Knorpelanteilen einen Gelenkersatz zu implantieren, kritisch. Natürliche Methoden des Gelenkaufbaus sind gefragt, eine neue Initiative „Stark gegen den Schmerz“ setzt sich nun für das Radeln bei Arthrose ein. Regelmäßiges Radfahren fördert die Gesundheit, weil dadurch die Haltemuskulatur und Gelenke gestärkt werden. Besonders die Knie werden beim Radfahren entlastet, denn sie müssen nicht das komplette Körpergewicht tragen. Wichtig ist, vor dem Losfahren das Rad richtig einzustellen, d. h. die richtige Trittfrequenz zu wählen, um schmerzfrei zu fahren.
Qigong lindert Schmerzen
Die traditionelle chinesische Meditations- und Bewegungsform Qigong dient zur Kultivierung von Körper und Geist und ist auch Teil der Traditionellen Chinesischen Medizin. Am Lehrstuhl für Komplementärmedizin der Universitäten Exeter und Plymouth wurden 141 Studien über die schmerzlindernde Wirksamkeit von Qigong ausgewertet. Das Ergebnis: Verglichen mit Kontrollgruppen ergab sich in den Qigong-Gruppen in allen randomisierten Studien eine größere Schmerzverringerung. Zwei klinische Studien zeigten zudem gerade bei der Behandlung von chronischen Schmerzen Vorteile der chinesischen Methode gegenüber der üblichen Schmerztherapie.

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