Aus für Kava-Kava
Das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) hat die Zulassung Kava-Kava- und Kavain-haltiger Arzneimittel endgültig widerrufen. Das pflanzliche Beruhigungsmittel steht im Verdacht, die Leber zu schädigen. Das BfArM hatte im Mai 2005 das Ruhen der Zulassungen angeordnet und hält es für nicht vertretbar, die Mittel wieder in Verkehr zu bringen.
Natürlicher Kariesschutz
Sekundäre Pflanzenstoffe aus Weintrauben scheinen die Entstehung von Zahnbelag und Karies zu hemmen. Forscher um Hyun Koo von der Universität von Rochester (USA) führen diese Wirkung auf die in den Schalen enthaltenen Polyphenole zurück: Sie machen den Karieserreger Streptococcus mutans unschädlich und könnten künftig in Mundspülungen als Kariesschutz dienen.
Senken Hunde Allergie-Risiko?
Ob ein Hund als Haustier das spätere Allergie-Risiko der Kinder erhöht, hängt davon ab, ob bereits Allergien in der Familie vorkommen. Zu diesem Schluss gelangt ein Team um Dr. Hermann Pohlabeln vom Bremer Institut für Präventionsforschung und Sozialmedizin. An der Kinderklinik Delmenhorst hatten die Wissenschaftler mehr als 3000 Mütter kurz nach der Entbindung zu Haustieren und Allergien in der Familie befragt – und zwei Jahre später erneut zu allergischen Reaktionen bei ihren Kindern. In Familien ohne Allergien senkte ein Hund das Risiko für Asthma, Neurodermitis und Heuschnupfen von zehn auf sechs Prozent, in Allergiker-Familien stieg das Risiko dagegen. Fazit: Vorbelastete Familien sollten kein Haustier halten.
Hausmittel und Hochprozenter
Der Schlehdorn, wegen seiner dunklen Rinde auch Schwarzdorn genannt, eröffnet im Frühling die Blüte der heimischen Gehölzflora und steht ab März in voller Pracht. Schlehdornblüten enthalten zusammenziehende Gerbstoffe, denen eine harntreibende, schwach abführende, entzündungshemmende und appetitanregende Wirkung zugeschrieben wird. Da wissenschaftliche Belege fehlen, dient der Schlehdorn nur zur optischen Verschönerung von Teemischungen. In der Volksmedizin wurde der Aufguss aus getrockneten Blüten als Gurgelmittel bei leichten Entzündungen der Mundschleimhaut sowie für \“blutreinigende\“ Kuren verwendet. Die nach dem ersten Frost geernteten Früchte eignen sich zur Herstellung von Marmelade, Saft, Fruchtwein und Spirituosen.
Verträglichere Eier
Lebensmittelchemiker der Universität Hamburg haben ein Verfahren entwickelt, das verarbeitete Eier auch für Hühnereiallergiker verträglicher machen soll. Durch Erhitzen und die Zugabe von Enzymen senkten sie die Menge der allergieauslösenden Eiweiße auf ein Hundertstel. Ein marktreifes Produkt ist aber noch nicht in Sicht.

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